Aktualisiert: 07.07.2026
HEK Zusatzbeitrag 2026 im Detail
Du suchst eine klare Antwort auf eine sehr konkrete Frage:
Wie hoch ist der Zusatzbeitrag der HEK 2026, und was bedeutet das für Deinen Geldbeutel?
Diese Seite ist die Tiefen-Antwort. Hier findest Du den genauen Wert, die Aufschlüsselung, eine
Beispielrechnung und die Historie der letzten Jahre. Wenn Du danach den HEK-Gesamtüberblick sehen willst,
führt der Weg in die HEK-Übersicht.
Springe direkt zu dem Abschnitt, der Dich am meisten interessiert:
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Der HEK Zusatzbeitrag beträgt 2026 genau 2,89 Prozent. Das ist der
kassenindividuelle Zusatzbeitrag der HEK, also der Hanseatischen Krankenkasse. Er gilt seit dem 01.01.2026
und ist im allgemeinen GKV-Beitrag inbegriffen.
Damit liegt die HEK
0,01 Prozentpunkte unter dem amtlichen GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent, den das
Bundesministerium für Gesundheit für 2026 als Referenzwert nach Paragraph 242a SGB V bekannt gegeben hat. In
den Vorjahren lag die HEK teilweise deutlicher unter dem Durchschnitt, mehr dazu in der Historie-Sektion.
Wichtig für Dich: Den Zusatzbeitrag trägst Du nicht alleine. Seit dem
GKV-Versichertenentlastungsgesetz von 2019 teilen Arbeitnehmer und Arbeitgeber den Zusatzbeitrag hälftig
(Paragraph 249 Absatz 1 SGB V). Wer also den vollen HEK-Beitrag 17,49 Prozent gerechnet hat, kommt am Ende
auf seinen tatsächlichen Eigenanteil von 8,745 Prozent auf das Bruttogehalt. Wie sich das
konkret in Euro umrechnet, zeigt Dir die Beispielrechnung weiter unten.
Du siehst auf Deiner Gehaltsabrechnung einen Posten "Krankenversicherung" und fragst
Dich, wie der entsteht. Völlig nachvollziehbar, denn der Beitrag besteht aus mehreren Bausteinen, die
nirgendwo zusammen ausgewiesen werden. Hier ist die saubere Aufschlüsselung für die HEK 2026, damit Du jeden
Euro nachvollziehen kannst.
Der allgemeine Beitragssatz ist gesetzlich fixiert auf 14,6 Prozent
des beitragspflichtigen Bruttogehalts. Er steht in Paragraph 241 SGB V und gilt für jede gesetzliche
Krankenkasse in Deutschland. Egal ob HEK, TK, Barmer oder AOK, dieser Anteil ist identisch.
Der Zusatzbeitrag ist der Hebel, mit dem jede Kasse ihre eigene Finanzlage steuert.
Bei der HEK liegt er 2026 bei 2,89 Prozent. Rechtsgrundlage ist Paragraph 242 SGB V, der
den Kassen erlaubt, einen kassenindividuellen Satz festzulegen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag aller
Kassen wird einmal jährlich vom Bundesministerium für Gesundheit als Referenzwert nach Paragraph 242a SGB V
veröffentlicht. Für 2026 beträgt dieser Durchschnitt 2,9 Prozent.
Beide Bausteine zusammen ergeben den HEK-Gesamtbeitrag 2026:
14,6 plus 2,89 ergibt 17,49 Prozent. Das ist der Satz, den die HEK auf Dein
beitragspflichtiges Brutto anwendet.
Und jetzt kommt der Teil, der oft vergessen wird:
Diesen Gesamtbeitrag trägst Du nicht allein. Bist Du sozialversicherungspflichtig
angestellt, zahlt Dein Arbeitgeber die Hälfte. Das gilt seit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz vom
01.01.2019 nicht nur für den allgemeinen Satz, sondern auch für den Zusatzbeitrag (Paragraph 249 Absatz 1
SGB V). Bis Ende 2018 lag der Zusatzbeitrag komplett bei Dir. Heute ist er paritätisch.
Praktisch heißt das: Von den 17,49 Prozent gehen
8,745 Prozent als Arbeitnehmer-Anteil direkt von Deinem Brutto ab und
8,745 Prozent zahlt Dein Arbeitgeber obendrauf. Du siehst auf Deiner Abrechnung nur den
Arbeitnehmer-Anteil.
Theorie ist gut, eine Rechnung ist besser. Wir nehmen ein realistisches Beispiel: Du
arbeitest als Angestellter und verdienst 4.500 Euro brutto im Monat. Bist Du Mitglied der
HEK, ergibt sich Dein Beitrag in vier Schritten.
- Beitragspflichtiges Brutto bestimmen. Das ist Dein Monatsbrutto bis zur
Beitragsbemessungsgrenze (mehr dazu im nächsten Abschnitt). 4.500 Euro
liegen deutlich unter der Grenze, also voll beitragspflichtig.
- Gesamtbeitragssatz anwenden. 17,49 Prozent von 4.500 Euro ergibt den vollen
GKV-Beitrag.
- Arbeitnehmer-Anteil ermitteln. Davon trägst Du als Angestellter die Hälfte (Paragraph
249 Absatz 1 SGB V), Dein Arbeitgeber zahlt die andere Hälfte.
- Auf der Gehaltsabrechnung sichtbar. Nur Dein Arbeitnehmer-Anteil wird vom Brutto
abgezogen.
Heißt konkret: Bei 4.500 Euro Brutto siehst Du auf Deiner Abrechnung knapp
394 Euro Krankenversicherungsbeitrag. Dazu kommt noch die Pflegeversicherung, die über
einen eigenen Beitragssatz läuft und nicht zum HEK-Beitrag gehört. Mehr dazu im Abschnitt Pflegeversicherung als Sonderfall.
Diese Beispielrechnung ist eine Größenordnung. Die tatsächlichen Werte hängen von
Deiner Lohnsteuerklasse, etwaigen geldwerten Vorteilen und der konkreten Beitragsberechnung Deines
Arbeitgebers ab. Bei voller Beitragspflicht bis zur Beitragsbemessungsgrenze stimmt die obige Rechnung
jedoch fast aufs Komma.
Die HEK-Beitragsberechnung kennt zwei Grenzen: eine Obergrenze, ab
der kein zusätzliches Einkommen mehr verbeitragt wird, und eine Untergrenze, die für
Freiwillig-Versicherte und Selbstständige gilt. Dazu kommt die JAEG, die Schwelle zwischen GKV-Pflicht und
PKV-Wechselrecht.
Die
Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der GKV liegt 2026 bei 5.812,50 Euro pro Monat, das sind
69.750 Euro im Jahr. Das ist die Obergrenze für die Beitragsberechnung. Verdienst Du mehr, wird der Anteil
über dieser Grenze nicht mehr verbeitragt. Die Werte stammen aus der
Sozialversicherungs-Rechengrößen-Verordnung 2026 (BMAS).
Konkret: Wer 8.000 Euro Brutto verdient, zahlt seinen HEK-Beitrag nur auf die ersten
5.812,50 Euro. Der maximale HEK-Gesamtbeitrag pro Monat liegt damit bei
5.812,50 mal 17,49 Prozent gleich 1.016,61 Euro, davon fällt für Angestellte die Hälfte
(508,30 Euro) als Eigenanteil an.
Die
Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt 2026 bei 77.400 Euro im Jahr, das sind 6.450 Euro
pro Monat. Erst wenn Dein Jahresbrutto diese Grenze überschreitet, kannst Du als Angestellter überhaupt in
die private Krankenversicherung wechseln (Paragraph 6 Absatz 1 SGB V). Die JAEG ist NICHT mit der BBG zu
verwechseln: Die JAEG ist die Wechselschwelle Richtung PKV, die BBG ist die Beitragsobergrenze für die
Berechnung in der GKV.
Bist Du freiwillig in der HEK versichert (zum Beispiel als hauptberuflich
Selbstständiger oder als Mitglied mit Einkommen über der JAEG), gilt ein
Mindesteinkommen von rund 1.318,33 Euro pro Monat. Das entspricht einem Drittel der
Bezugsgröße 2026 von 3.955 Euro im Monat (47.460 Euro im Jahr). Auch wenn Dein tatsächliches Einkommen
niedriger liegt, wird der Beitrag mindestens auf diesen Wert berechnet.
Konkret heißt das: Der Mindestbeitrag eines freiwillig in der HEK Versicherten 2026
liegt bei 1.318,33 mal 17,49 Prozent gleich rund 230 Euro pro Monat für Kranken- und
Zusatzbeitrag zusammen, ohne Pflegeversicherung. Selbstständige zahlen ebenfalls auf das Mindesteinkommen
von 1.318,33 Euro pro Monat (1/3 der Bezugsgröße). Eine pauschale Existenzgründer-Ermäßigung existiert in
der GKV nicht. Bist Du Selbstständiger ohne Arbeitgeberzuschuss, trägst Du diesen Betrag in voller Höhe
selbst (Paragraph 250 Absatz 2 SGB V).
Du fragst Dich vielleicht, warum Deine Gehaltsabrechnung neben dem KV-Posten noch
eine "PV"-Zeile zeigt. Die Pflegeversicherung ist ein eigener Sozialversicherungszweig, organisatorisch oft
an die Krankenkasse angedockt (bei der HEK ist es die HEK-Pflegekasse), aber rechtlich und finanziell
separat. Sie ist kein Bestandteil des HEK Zusatzbeitrags.
Die Beitragssätze zur Pflegeversicherung sind
nach Kinderzahl gestaffelt (Paragraph 55 SGB XI, eingeführt durch das Pflegeunterstützungs-
und -entlastungsgesetz, kurz PUEG). Die aktuellen Sätze gelten seit dem 01.01.2025. Hier sind die
gültigen Sätze 2026:
Wichtig für Deine Planung: Die Abschläge ab dem zweiten Kind gelten
nur, solange das jeweilige Kind unter 25 Jahre alt ist. Ist das älteste Kind über 25, fällt
der zugehörige Abschlag weg und Dein PV-Beitrag steigt entsprechend. Der Basissatz von 3,6 Prozent für
Eltern mit mindestens einem Kind bleibt dagegen lebenslang.
Bei einem Bruttoeinkommen von 4.500 Euro und einem Kind kommen also zusätzlich zum
HEK-Krankenkassenbeitrag noch 4.500 mal 3,6 Prozent gleich 162 Euro pro Monat für die
Pflegeversicherung dazu, davon wird der Arbeitnehmer-Anteil je nach Bundesland anteilig getragen
(Sonderregelung Sachsen nach Paragraph 55 Absatz 3 SGB XI: Arbeitnehmer trägt einen halben Beitragspunkt
mehr).
Wenn Du wissen willst, ob die HEK eher stabil ist oder oft an der Beitragsschraube
dreht, hilft ein Blick zurück. Hier ist die
Beitragshistorie der HEK von 2021 bis 2026 im Vergleich zum amtlichen GKV-Durchschnitt.
Beide Werte beziehen sich auf den kassenindividuellen Zusatzbeitrag, nicht auf den Gesamtbeitrag.
Was Du aus dieser Tabelle ablesen kannst: Die HEK hat
von 2021 bis 2024 vier Jahre in Folge ihren Zusatzbeitrag bei 1,30 Prozent stabil gehalten,
während der GKV-Durchschnitt von 1,30 auf 1,70 Prozent gestiegen ist. In dieser Phase lag die HEK
durchgehend unter dem Markt.
Zum 01.01.2025 hat die HEK ihren Beitrag deutlich angehoben, ebenso wie der große
Teil aller Kassen. Seitdem liegt sie etwa auf Höhe des Durchschnitts. Diese Anhebung war keine
HEK-spezifische Entscheidung, sondern eine Reaktion auf die
angespannte Finanzlage der gesamten GKV im Jahr 2024/2025, die in fast allen Kassen zu
Beitragsanpassungen geführt hat.
Heißt für Deine Einordnung: Die HEK ist keine Niedrigpreis-Kasse, aber auch nicht
teuer. Über den Sechs-Jahres-Schnitt liegt sie leicht unter dem GKV-Durchschnitt. Wer 2023 oder 2024 zur HEK
gewechselt ist, hat in diesen beiden Jahren spürbar gespart. Ob das auch 2026 noch der Fall ist, hängt von
Deiner aktuellen Kasse ab.
Nicht jeder zahlt seinen HEK-Beitrag auf das volle Bruttogehalt. Wer in einem dieser
Sonderfälle steckt, für den gelten eigene Regeln.
Als Minijobber bist Du
nicht GKV-pflichtversichert über den Minijob. Den Krankenversicherungsbeitrag zahlt der
Arbeitgeber pauschal an die Minijob-Zentrale (13 Prozent für gewerbliche Minijobs, 5 Prozent für
Privathaushalte). Du selbst zahlst aus dem Minijob keinen eigenen GKV-Beitrag. Deine Versicherung läuft
entweder über eine Familienversicherung, über eine Hauptbeschäftigung oder als freiwillige Mitgliedschaft.
Studierende sind in der GKV über die studentische Krankenversicherung
pflichtversichert, mit eigenem reduziertem Beitragssatz. Der HEK Zusatzbeitrag von 2,89 Prozent gilt auch
für Studierende, wird aber auf einen pauschalen niedrigen BAföG-Bedarfssatz angewendet, nicht auf das
tatsächliche Einkommen. Konkrete Werte für Dein Semester rechne ich Dir auf Anfrage durch, da sich die Sätze
fast jährlich ändern.
Bist Du familienversichert (zum Beispiel als nicht-erwerbstätiger Ehepartner oder
als Kind eines HEK-Mitglieds), zahlst Du keinen eigenen Beitrag. Du bist beitragsfrei
mitversichert, solange Dein eigenes monatliches Einkommen die
Einkommensgrenze von 565 Euro pro Monat nicht überschreitet (Paragraph 10 Absatz 1 Nummer 5
SGB V, das entspricht einem Siebtel der Bezugsgröße von 3.955 Euro pro Monat). Bei Minijob-Einkommen gilt
eine erhöhte Grenze von 603 Euro pro Monat, da der Mindestlohn 2026 angepasst wurde.
Liegst Du über dieser Grenze, fällst Du aus der Familienversicherung heraus und
musst Dich selbst gesetzlich oder privat versichern. Genau dann wird der HEK Zusatzbeitrag für Dich
relevant.
Mit 2,89 Prozent Zusatzbeitrag liegt die HEK 2026
0,01 Prozentpunkte unter dem GKV-Durchschnitt von 2,9 Prozent. Im breiten Marktvergleich
der aktuell 93 gesetzlichen Krankenkassen ist sie damit im Mittelfeld, weder besonders teuer noch besonders
günstig. Spannender ist die Frage: Wie steht sie im Verhältnis zu Deiner aktuellen Kasse?
Genau dafür gibt es den GKV-Vergleichsrechner,
der Dir Deinen aktuellen Beitrag in zwei Minuten gegen 72 Kassen 2026 stellt. So siehst Du auf Basis Deines
tatsächlichen Einkommens, wo Du am meisten sparst und wo zusätzliche Leistungen Dir mehr bringen als der
reine Zusatzbeitrags-Unterschied.
Die Grundregel: Bist Du mindestens
12 Monate bei Deiner aktuellen Kasse, kannst Du jederzeit zur HEK wechseln. Das ist die
Bindungsfrist nach Paragraph 175 Absatz 4 SGB V. Die reguläre Kündigungsfrist beträgt 2 Monate zum
Monatsende. Heißt: Kündigst Du im Mai, wirst Du zum 31. Juli HEK-Mitglied.
Erhöht Deine aktuelle Kasse den Zusatzbeitrag, bekommst Du ein
Sonderkündigungsrecht nach Paragraph 175 Absatz 4 Satz 6 SGB V. Die 12-Monats-Bindung
entfällt, die 2-Monats-Kündigungsfrist bleibt. Praktisch heißt das: Erklärst Du die Sonderkündigung bis zum
Ende des Monats, in dem die Erhöhung erstmals gilt, wechselst Du zwei Monate später zur neuen Kasse.
Beispiel: Erhöht Deine Kasse den Beitrag zum 01.01., muss Deine Sonderkündigung bis 31.01. erklärt sein, der
Wechsel wirkt zum 31.03.
Informiert Deine Kasse Dich verspätet über die Erhöhung (laut Hinweispflicht muss
sie das mindestens einen Monat vorher tun), schützt Dich Paragraph 175 Absatz 4 Satz 8 SGB V: Auch eine
später erklärte Sonderkündigung gilt dann als rechtzeitig. Du wirst durch die Verspätung Deiner Kasse nicht
benachteiligt.
Wie hoch ist der HEK Zusatzbeitrag 2026?
Der HEK Zusatzbeitrag beträgt 2026 genau 2,89 Prozent. Zusammen mit dem allgemeinen
Beitragssatz von 14,6 Prozent ergibt das einen
HEK Gesamtbeitragssatz von 17,49 Prozent. Stand: 01.01.2026.
Wer trägt den HEK Zusatzbeitrag, Arbeitnehmer oder Arbeitgeber?
Beide. Seit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz vom 01.01.2019 teilen sich Arbeitnehmer und
Arbeitgeber den Zusatzbeitrag hälftig (Paragraph 249 Absatz 1 SGB V). Bis Ende 2018
lag der Zusatzbeitrag komplett beim Arbeitnehmer (vor dem GKV-VEG). Heute gilt: Bei 2,89 Prozent HEK
Zusatzbeitrag zahlst Du 1,445 Prozent, Dein Arbeitgeber die anderen 1,445 Prozent. Bei freiwillig
Versicherten ohne Arbeitgeber (zum Beispiel Selbstständigen) trägt das Mitglied den vollen Beitrag
allein.
Wann ändert sich der HEK Zusatzbeitrag?
Den Zusatzbeitrag setzt die HEK einmal jährlich selbst fest, in der Regel zum 01.
Januar. Eine unterjährige Anpassung ist gesetzlich möglich (Paragraph 242 SGB V), die HEK hat in den
letzten Jahren aber nur zum Jahreswechsel angepasst. Der nächste Anpassungstermin wäre demnach
01.01.2027. Aktuell beträgt der Zusatzbeitrag 2,89 Prozent (Stand 01.01.2026).
Was passiert, wenn die HEK den Zusatzbeitrag erhöht?
Erhöht die HEK den Zusatzbeitrag, hast Du ein
Sonderkündigungsrecht nach Paragraph 175 Absatz 4 Satz 6 SGB V. Die
12-Monats-Bindung entfällt, die 2-Monats-Kündigungsfrist bleibt. Die Sonderkündigung musst Du bis
zum Ende des Monats erklären, in dem die Erhöhung erstmals wirkt. Der Wechsel zu einer anderen Kasse
wird dann zwei Monate später wirksam. Informiert die HEK Dich verspätet (Hinweispflicht: mindestens
einen Monat vorher), verlängert sich Deine Frist entsprechend (Paragraph 175 Absatz 4 Satz 8 SGB V).
Wie hoch ist der Mindestbeitrag bei freiwilliger HEK-Versicherung 2026?
Bei freiwilliger Versicherung gilt ein
Mindesteinkommen von rund 1.318,33 Euro pro Monat (ein Drittel der Bezugsgröße 2026
von 3.955 Euro). Auf diesen Mindestbetrag werden 17,49 Prozent HEK-Gesamtbeitrag berechnet, was
einen monatlichen Mindestbeitrag von rund 230 Euro ergibt, ohne Pflegeversicherung.
Verdienst Du mehr, wird der Beitrag auf Dein tatsächliches Einkommen bis zur
Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro pro Monat berechnet.
Wie wird der HEK Zusatzbeitrag bei Minijobbern berechnet?
Als Minijobber bist Du nicht über den Minijob in der GKV pflichtversichert. Der Arbeitgeber zahlt
einen pauschalen Beitrag an die Minijob-Zentrale, Du selbst zahlst aus dem Minijob keinen eigenen
HEK-Zusatzbeitrag. Deine Krankenversicherung läuft entweder über eine Familienversicherung, über
eine Hauptbeschäftigung oder als freiwillige Mitgliedschaft. Erst dort wird der HEK Zusatzbeitrag
von 2,89 Prozent relevant.
Gilt der HEK Zusatzbeitrag auch für Familienversicherte?
Nein. Bist Du familienversichert (zum Beispiel als nicht-erwerbstätiger Ehepartner oder als Kind
eines HEK-Mitglieds), zahlst Du keinen eigenen Zusatzbeitrag. Du bist beitragsfrei
mitversichert, solange Dein eigenes monatliches Einkommen unter 565 Euro liegt (Paragraph 10 Absatz
1 Nummer 5 SGB V). Bei Minijob-Einkommen gilt die Grenze von 603 Euro pro Monat. Liegst Du darüber,
fällst Du aus der Familienversicherung und der HEK Zusatzbeitrag von 2,89 Prozent gilt für Dich auf
Dein dann eigenes beitragspflichtiges Einkommen.
Diese Seite vertieft den Beitrags-Aspekt der HEK. Den vollständigen
HEK-Markenüberblick mit Leistungen, Bonusprogramm und Wechselweg findest Du auf der HEK-Übersichtsseite. Wenn Du Dich speziell für das
HEK-Bonusprogramm Vorsorge plus interessierst (bis zu 300 Euro im Erstjahr, Cash- vs. Zuschuss-Modus,
Aktivpunkte-Mechanik und Folgejahres-Werte), schau Dir die Detail-Seite HEK
Bonusprogramm 2026 an. Konkrete HEK-Leistung mit Refinanzierungs-Hebel: HEK Zahnreinigung 2026 mit 10-Euro-Direktzuschuss plus
300-Euro-Bonus-Hebel (Sperrklausel beachten). Für einen direkten Marken-Vergleich auf der
Beitrags-Achse lohnt sich auch der Blick auf die HKK: Mit 2,59 % Zusatzbeitrag liegt die HKK 2026 0,31 Prozentpunkte unter dem GKV-Durchschnitt (die HEK 0,01
Prozentpunkte drunter). Eine weitere bundesweit geöffnete Kasse mit stabilem Beitragsverlauf seit 2021.
Anders gelagert ist die VIACTIV 2026: Mit
4,19 % Zusatzbeitrag liegt sie 1,29 Prozentpunkte über dem GKV-Durchschnitt, der
Schwerpunkt liegt dort nicht auf einem niedrigen Beitrag, sondern auf dem Sportler-Bonusprogramm und dem
SportCheck. Und ganz unten im Beitrags-Ranking: Die BKK firmus mit 2,18 Prozent Zusatzbeitrag 2026, das ist 0,72
Prozentpunkte unter dem GKV-Durchschnitt. Aufnahme aktuell in 10 von 16 Bundesländern.
Am oberen Ende der Spanne liegt die Bergische Zusatzbeitrag 3,79 %: über dem GKV-Durchschnitt, mit einem
Gesamtbeitrag von 18,39 Prozent, geöffnet nur in NRW, Hessen und Hamburg. So siehst Du, wie breit das Feld
zwischen niedrigem und hohem Zusatzbeitrag ist. Wo der
Zusatzbeitrag aller gesetzlichen Kassen liegt, zeigt Dir der Zusatzbeitrag aller Kassen im Überblick.