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Nettopolice-Rechner: Bruttopolice vs. Nettopolice vs. ETF-Depot im Vergleich

Dein Vertrag läuft seit Jahren. Erwirtschaftet er am Ende mehr für Dich als die Alternativen?

Lade Deine Unterlagen hoch. Die KI liest die Zahlen aus, und nach 2 Minuten siehst Du, was nach Kosten und Steuern übrig bleibt: bei Deinem Vertrag, bei einer Nettopolice und im ETF-Depot. Kommt Dein Vertrag am besten weg, steht genau das im Ergebnis. Und wenn Du noch keinen hast, rechnest Du die drei Wege neu durch.

Dein Vertrag zuerst: Unterlagen hochladen, die KI liest Kosten und Rückkaufswert aus
Behalten darf gewinnen: Ist Dein Vertrag der bessere Weg, steht genau das im Ergebnis
Kostenlos, ohne Anmeldung: alle drei Wege nach Steuern, Ergebnis als PDF zum Mitnehmen
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Erfahrungen & Bewertungen zu Der Finanzsportler
IHK-registrierter Versicherungsmakler
gem. § 34d Abs. 1 GewO
D-4YKP-487AL-84

ENTDECKE DAS VERSTECKTE POTENZIAL DEINER SPARRATE

Keine Meinungen, nur Mathematik. Wir simulieren die Entwicklung Deines Kapitals in drei Szenarien, unter Berücksichtigung aller Effektivkosten und der aktuellen Steuergesetzgebung. Nutze dieses Tool als Deinen persönlichen.

Kurz erklärt: Bruttopolice, Nettopolice, Depot. Was ist das?

Bruttopolice: die klassische Renten- oder Fondspolice. Die Vergütung für den Vermittler (Provision) steckt versteckt in Deinen laufenden Beiträgen und kostet über die Jahre spürbar Rendite.

Nettopolice: die gleiche Art Police, aber ohne eingebaute Provision. Dafür zahlst Du einmalig ein transparentes Vermittlungshonorar. Genau diesen Unterschied rechnet dieser Rechner aus.

Depot: Du sparst direkt in ETFs, ganz ohne Versicherungsmantel. Ohne Mantelkosten, aber auch ohne die Steuer-Vorteile einer Police in der Auszahlphase.

Was sich am Ende für Dich am meisten lohnt, zeigt Dir dieser Rechner.

Überall wo Du ein kleines Fragezeichen siehst, bekommst Du die Erklärung zum jeweiligen Feld.

Deine Eingaben
Jede Änderung wird sofort neu berechnet
1) Laufzeit & Sparrate Ansparzeit, Dynamik & Anpassungen
1565
Keine Anpassungen (Default). Klicke "+ Anpassung hinzufügen", um z. B. nach 5 Jahren +100€ einzutragen.
2) Rendite & Produktkosten Rendite, TER, Effektivkosten, Depotkosten
1%15%
Fairness-Prinzip: Das Honorar wird bei Bruttopolice und Depot als Startkapital mitgerechnet, damit kein Produkt einen versteckten Vorteil bekommt.
3) Strategie & Ablauf Fondswechsel & Ablaufmanagement
05
Ablaufmanagement ?
1 Jahr10 Jahre
5%100%
4) Steuern & Auszahlung Sparerpauschbetrag, Steuersatz, Kirchensteuer, Teilfreistellung
Diese Werte sind sinnvoll vorbelegt. Du musst hier normalerweise nichts ändern.
Kirchensteuer ?
Depot o. Robo-Advisor: Abgeltungsteuer+Soli (+KiSt optional), Teilfreistellung nach Fondstyp, Sparerpauschbetrag. Fondspolicen: Steuerstundung in der Ansparphase, Teilfreistellung 15% pauschal, 12/62-Regel bei Auszahlung.
Hinweis/Disclaimer: vereinfachtes Modell, keine Beratung. Kosten-/Steuerlogik ist abstrahiert (keine individuellen Sonderfälle).
Dein Ergebnis (Endkapital nach Steuern)
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Detailvergleich
Vergleiche nach Kriterien
Details je Variante: Tippe eine Zeile an, um Kosten und Steuern im Detail ein- und auszuklappen.
Wertentwicklung
Ansparphase (monatliche Simulation)
-
© Der Finanzsportler 2026
Hinweis: Die Berechnung basiert auf einem vereinfachten und konservativen Vergleichsmodell der aktuellen steuerlichen Regeln. Sie zeigt realistische Vergleichswerte, ersetzt jedoch keine individuelle Steuer- oder Anlageberatung. Abweichungen zu tatsächlichen Abrechnungen sind möglich.

Du hast das Potenzial gesehen. Wähle jetzt Deinen Weg zum Ziel.

Zwei Wege zur optimalen Altersvorsorge. Beide führen zur Nettopolice. Du entscheidest über das "Wie".
Für die Finanzprofis, die wissen, was sie tun und keine Zeit verlieren wollen.
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Ein professionelles Porträt von Enrico Fischer, einem deutschen Versicherungsmakler, Mitte 40, freundlich und vertrauenswürdig, in einem modernen Geschäftsumfeld.
WARUM habe ICH DIESEN RECHNER GEBAUT?
Ich bin Enrico Fischer. In meiner Zeit als „Finanzsportler“ habe ich eines immer wieder gesehen: Menschen verlieren Hunderttausende Euro in ihrer Altersvorsorge, einfach weil sie die versteckten Kosten ihrer Verträge nicht kennen. Die Finanzindustrie liebt es kompliziert, denn Komplexität versteckt Gebühren. Das wollte ich ändern. Egal ob Police oder Depot. Ich wollte ein Werkzeug schaffen, das für alle Menschen in Deutschland radikale Transparenz schafft. Einen Rechner, der alles vereint und schwarz auf weiß zeigt, wo Du der Gewinner bist. Der Vergleichsrechner soll Dir ermöglichen eine faktenbasierte Entscheidung treffen zu können, ohne vorher Monate lang Finanzmathematik studieren zu müssen. Denn wer hat dazu schon die Lust und Zeit? Außerdem möchte ich mit meinem Ansatz Menschen ein Produkt (die Nettopolice) zugänglich machen, die es sich vorher schlicht nicht leisten konnten. Denn ich bin es leid Menschen auf der Straße Flaschen sammeln zu sehen!
Lass uns gemeinsam was Gutes tun und den Rechner verbreiten, damit jeder selbst sehen kann, was sich für ihn als Altersvorsorge wirklich lohnt.
PS: Dies ist ein Projekt für Euch. Falls Ihr also Verbesserungsvorschläge oder Wünsche zur Erweiterung habt. Lasst es mich gerne wissen. Meine Kontaktdaten findet Ihr unten auf der Seite. Pass auf Dich auf, Ciao. :)

Erst rechnen, dann entscheiden: so nutzt Du den Nettopolice-Rechner

Vielleicht läuft bei Dir längst ein Vertrag: eine fondsgebundene Renten- oder Lebensversicherung, vor Jahren abgeschlossen und seitdem nicht mehr angeschaut. Genau dafür ist dieser Rechner gebaut. Du lädst Deine Police oder Deine letzte Standmitteilung hoch und siehst, ob Dein Vertrag der bessere Weg ist oder ob eine Nettopolice oder ein ETF-Depot mehr für Dich übrig lässt.

Behalten ist dabei ein vollwertiges Ergebnis. Sind die Abschlusskosten Deines alten Vertrags längst bezahlt, kann er trotz hoher Kosten vorne liegen. Das gilt auch für alte Zusagen, etwa einen hohen Garantiezins aus früheren Vertragsjahren. Zeigt die Rechnung das, schreibe ich Dir genau das. Dann behältst Du Deinen Vertrag.

Für einen neuen Vertrag gibt es eine Provision, fürs Behalten nicht. Ich rechne trotzdem beide Wege und zeige Dir, was rauskommt. Und geht die Rechnung gegen Deinen Vertrag aus, ist Kündigen nicht automatisch der nächste Schritt: beitragsfrei stellen oder anpassen kann Dich besser stellen.

Gerechnet wird immer gegen dieselben drei Wege: die klassische Bruttopolice, die provisionsfreie Nettopolice und das ETF-Depot, wahlweise mit Robo-Advisor (einer digitalen Vermögensverwaltung, die Dein Depot automatisch verwaltet). Für jeden Weg bekommst Du das Endkapital nach Steuern, die Gesamtkosten und die Gesamtsteuern über die komplette Laufzeit, Monat für Monat simuliert.

Damit beantwortet der Rechner die Frage, an der viele Vergleiche scheitern: Was bleibt am Ende wirklich übrig, wenn Kosten und Steuern ehrlich mitgerechnet werden? Du brauchst dafür kein Vorwissen und keine Anmeldung, und Dein Ergebnis kannst Du als PDF speichern.

Neu vergleichen: Dein Einstieg ohne bestehenden Vertrag

Du hast noch keinen Vertrag und willst wissen, welcher Weg für Dich das meiste Endkapital bringt? Dann wähle den Modus "Neu vergleichen". Du gibst Sparrate, Laufzeit und ein paar Eckdaten ein, der Rechner simuliert alle drei Varianten nebeneinander. So siehst Du auf einen Blick, wie stark sich Kosten und Steuern über die Jahre auswirken.

Meinen Vertrag prüfen: Deine Bruttopolice per KI-Analyse durchleuchten

Du hast bereits eine fondsgebundene Renten- oder Lebensversicherung und fragst Dich, ob sie gut genug ist? Im Modus "Meinen Vertrag prüfen" lädst Du Deine Police oder die letzte Standmitteilung (der jährliche Kontoauszug Deiner Versicherung) als PDF oder Foto hoch. Die KI liest Kosten, Rückkaufswert (das Guthaben, das Du bei einer Kündigung heute herausbekommst) und Laufzeiten aus und füllt die Felder automatisch. Danach siehst Du, wie Dein Bestandsvertrag gegen eine Nettopolice und ein ETF-Depot abschneidet, und kannst auf dieser Basis entscheiden, ob Behalten oder Wechseln für Dich besser ist. Gibst Du Deine bisherigen Einzahlungen an, rechnet der Rechner sogar die Steuer mit ein, die bei Verträgen ab 2005 bei einer Kündigung auf den Gewinn Deines alten Vertrags anfällt.

🧮 Das steckt im Rechner

  • Monatliche Simulation über 15 bis 65 Jahre Laufzeit
  • Endkapital nach Steuern, Gesamtkosten und Gesamtsteuern für jeden der drei Wege
  • Steuerrecht Stand 2026 eingebaut: von der Abgeltungsteuer bis zum Halbeinkünfteverfahren (unten im Text erklärt)
  • Fondswechsel im Depot werden als steuerpflichtige Umschichtung simuliert
  • Ablaufmanagement inklusive (Glide-Path: die schrittweise Umschichtung in schwankungsärmere Anlagen vor der Auszahlung)
  • Echte Kostentabellen zweier Nettotarife plus 13 Depot- und Robo-Kostenmodelle
  • Kostenlos, ohne Anmeldung, Ergebnis als PDF speicherbar

Ein Wort zur Fairness: Die Vermittlungsvergütung der Nettopolice verschwindet im Vergleich nicht einfach. Der Rechner setzt denselben Betrag bei Bruttopolice und Depot als Startkapital ein. So gewinnt kein Weg dadurch, dass eine Ausgabe unter den Tisch fällt.

Und wenn Du noch gar nicht weißt, wie viel Du überhaupt monatlich sparen solltest: Der Rentenlückenrechner zeigt Dir vorab, wie groß Deine Lücke im Ruhestand ist.

Vertiefung

Fondsgebundene Rentenversicherung kündigen: Rückkaufswert, Steuern, Alternativen

Bei einer Kündigung bekommst Du den Rückkaufswert, nicht die Summe Deiner eingezahlten Beiträge. Bei Verträgen ab 2005 wird dabei der Gewinn versteuert, nicht die ganze Auszahlung. Neben der Kündigung gibt es Alternativen, zum Beispiel die Umwandlung in eine prämienfreie Versicherung.

Zur Kündigungs-Seite mit Modellrechnung und Alternativen-Vergleich

Bruttopolice vs. Nettopolice: der Unterschied, den Dein Endkapital spürt

Eine Bruttopolice ist der klassische Provisionstarif: Abschluss- und Vertriebskosten sind in Deinen Beitrag einkalkuliert und werden vor allem in den ersten Vertragsjahren aus Deinen Zahlungen getilgt. Üblich sind Abschlussprovisionen von bis zu 2,5 Prozent der gesamten Beitragssumme (Marktpraxis, Einordnung Prof. Hartmut Walz), dazu kommen laufende Verwaltungs- und Fondskosten.

Bei einer Nettopolice steckt keine Vermittlungsprovision im Beitrag. Stattdessen vereinbarst Du mit mir eine einmalige, separate Vermittlungsvergütung zum Festpreis. Sie gilt der Vermittlung des Vertrags, nicht der Beratung. Dein Beitrag fließt dadurch vom ersten Monat an fast vollständig in die Fondsanlage, und die laufenden Kosten sind deutlich niedriger.

Wie groß der Unterschied ist, zeigen die Effektivkosten (die jährliche Renditeminderung durch sämtliche Kosten, Ausweispflicht nach § 2 Abs. 1 Nr. 9 VVG-InfoV): Fondsgebundene Policen kosten im Marktschnitt 1,85 Prozent pro Jahr bei 30 Jahren Laufzeit, das teuerste Viertel liegt über 2,35 Prozent, einzelne Tarife sogar über 4 Prozent (BaFin-Auswertung zu Effektivkosten fondsgebundener Lebensversicherungen). Die beiden im Rechner hinterlegten Nettotarife liegen dagegen je nach Sparrate zwischen 0,49 und 0,70 Prozent pro Jahr (Versorgungsvorschläge LV 1871 und Alte Leipziger, Stand Juni 2026). Über Jahrzehnte summiert sich diese Differenz durch den Zinseszinseffekt erheblich. Wie stark in Deinem Fall, rechnet Dir der Rechner auf den Euro genau vor.

Ein Detail, an dem Du einen echten Nettotarif erkennst: Auch die laufenden Bestandsprovisionen der Fondsgesellschaften (sogenannte Kickbacks) werden dem Vertrag gutgeschrieben, statt an den Vertrieb zu fließen. Behält ein Anbieter sie ein, wertet die BaFin das als zusätzliche Vertriebsvergütung, die die Kosten erhöht (BaFin-Merkblatt 01/2023). Netto ohne Kickback-Weitergabe ist eben nicht voll netto.

Dass es Nettotarife überhaupt geben darf, regelt § 48b Abs. 4 VAG. Im Klartext heißt das: Grundsätzlich verbietet das Gesetz, Provisionen an Kunden weiterzureichen (das sogenannte Provisionsabgabeverbot). Erlaubt ist aber, die Provision von vornherein aus dem Tarif herauszulassen, wenn der Vorteil dauerhaft im Vertrag ankommt, also als niedrigerer Beitrag oder höhere Leistung. Genau das ist die Nettopolice. Ich bin dabei Dein Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO, IHK-registriert und nicht ausschließlich für einen Versicherer tätig.

Wie sich daraus ein komplettes Konzept für Deinen Vermögensaufbau ergibt, liest Du auf der Themenseite zur ETF-Nettopolice als Altersvorsorge-Konzept.


Depot oder Rentenversicherung: warum die Steuer den Unterschied macht

Beim Vergleich Depot gegen Fondspolice entscheiden neben den Kosten vor allem drei steuerliche Mechanismen. Der Rechner simuliert alle drei, Monat für Monat. Und alle drei wirken auf dieselbe Frage: Überwiegen am Ende die niedrigeren Kosten des Depots oder die Steuervorteile des Versicherungsmantels?

Abgeltungsteuer im Depot: 26,375 Prozent auf realisierte Gewinne

Im ETF-Depot zahlst Du auf jeden realisierten Gewinn 25 Prozent Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Steuer, zusammen 26,375 Prozent (§ 32d Abs. 1 EStG). Kirchenmitglieder zahlen je nach Bundesland zusätzlich 8 oder 9 Prozent Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer. Zwei Entlastungen rechnet der Rechner ebenfalls mit: Bei Aktienfonds bleiben 30 Prozent des Gewinns steuerfrei (Teilfreistellung, § 20 InvStG), und der Sparerpauschbetrag stellt 1.000 Euro Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei, 2.000 Euro bei zusammen veranlagten Paaren (§ 20 Abs. 9 EStG).

Die 12/62-Regel: nur der halbe Gewinn wird versteuert

Für die Kapitalauszahlung aus einer privaten Renten- oder Lebensversicherung gilt das Halbeinkünfteverfahren, oft 12/62-Regel genannt: Läuft Dein Vertrag mindestens 12 Jahre und lässt Du Dir das Kapital frühestens nach Deinem 62. Geburtstag auszahlen, versteuerst Du nur die Hälfte des Gewinns, und zwar mit Deinem persönlichen Steuersatz statt mit der Abgeltungsteuer (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2 EStG). Da der persönliche Steuersatz im Ruhestand oft niedriger liegt als im Berufsleben, wirkt der Vorteil doppelt. Bei Fondspolicen bleiben zusätzlich 15 Prozent des Ertrags von vornherein steuerfrei (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 9 EStG). Wichtig für Bestandsverträge: Wurde Dein Vertrag zwischen 2005 und 2011 abgeschlossen, gilt die Altersgrenze 60 statt 62. Der Rechner kennt beide Grenzen.

Steuerstundung: Fondswechsel im Versicherungsmantel bleiben steuerfrei

Der Versicherungsmantel (der rechtliche Rahmen der Police um Deine Fondsanlage) hat einen oft unterschätzten Effekt: Innerhalb der Police wechselst Du Fonds, ohne dass dabei Steuern anfallen. Im Depot ist jeder Fondswechsel dagegen ein Verkauf. Auf den bis dahin aufgelaufenen Gewinn wird sofort Abgeltungsteuer fällig, und nur der Rest arbeitet weiter für Dich. Das bremst den Zinseszinseffekt bei jedem einzelnen Wechsel. Der Rechner simuliert genau das: Fondswechsel im Depot gehen als steuerpflichtige Umschichtung in die Rechnung ein, ebenso das Ablaufmanagement am Ende der Laufzeit, bei dem schrittweise in schwankungsärmere Anlagen umgeschichtet wird. Eine Randnotiz zur Ehrlichkeit: Die jährliche Vorabpauschale (eine kleine Steuer-Vorauszahlung im Depot auf noch nicht realisierte Gewinne) lässt der Rechner bewusst weg. Davon profitiert im Vergleich das Depot, nicht die Police.


Für wen sich eine Nettopolice NICHT lohnt

Ehrlichkeit zuerst: Eine Nettopolice ist nicht für jeden der richtige Weg. In drei Situationen rate ich Dir eher ab.

  • Weniger als 15 Jahre Restlaufzeit. Vermittlungsvergütung und Fixkosten verteilen sich dann auf zu wenige Jahre, und der Steuervorteil der 12/62-Regel setzt ohnehin mindestens 12 Jahre Vertragslaufzeit voraus (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG). Deshalb beginnt der Laufzeit-Regler im Rechner bewusst erst bei 15 Jahren.
  • Du willst vor 62 flexibel an Dein Geld. Wer sein Kapital früher entnimmt, verliert das Halbeinkünfteverfahren und versteuert den vollen Gewinn. Für maximale Entnahme-Flexibilität ist das Depot der passendere Ort.
  • Du bist Dir bei Sparrate oder Durchhaltedauer unsicher. Die vereinbarte Vermittlungsvergütung bleibt auch dann fällig, wenn Du die Police früh kündigst (BGH, Urteil vom 12.12.2013, III ZR 124/13). Solche Vergütungen sind zudem, anders als Provisionen, nicht gesetzlich gedeckelt (Einordnung Prof. Hartmut Walz). Beides gehört offen auf den Tisch, bevor Du unterschreibst.

Eine Faustregel aus der Praxis noch: Je kleiner Deine Sparrate, desto schwerer wiegt eine feste Vermittlungsvergütung im Verhältnis zur eingesparten Provision. Bei niedrigen Monatsbeiträgen kann der Vorteil der Nettopolice dadurch kippen. Prüfe genau diesen Fall besonders kritisch mit Deinen echten Zahlen im Rechner.

Auch die Gegenposition sollst Du kennen: Die Verbraucherzentrale Hamburg hält den Steuervorteil von Fondspolicen für zu klein, um den Kostennachteil aufzuwiegen. In ihrer Beispielrechnung lag das ETF-Depot nach Steuern über 47.000 Euro vor der Police (Verbraucherzentrale Hamburg). Der Bund der Versicherten empfiehlt grundsätzlich, Versicherung und Geldanlage zu trennen (BdV). Beide Positionen nehme ich ernst, und genau deshalb gibt es diesen Rechner: Er rechnet Deinen Fall mit echten Kosten und echten Steuern durch, statt pauschal zu urteilen. Fällt das Ergebnis für das Depot besser aus, siehst Du das schwarz auf weiß.


Diese Tarife und Kostenmodelle stecken im Vergleich

Ein Vergleich ist nur so ehrlich wie seine Daten. Deshalb arbeitet der Rechner nicht mit Pauschalannahmen, sondern mit echten Kostentabellen.

Zwei Nettotarife mit echten Effektivkostentabellen

Hinterlegt sind der Tarif Mein Plan der LV 1871 und der ALfonds (HFR10) der Alten Leipziger, jeweils mit den Effektivkosten je Laufzeit und Sparrate aus den Versorgungsvorschlägen. Zur Einordnung: Die Effektivkosten liegen bei der LV 1871 je nach Sparrate zwischen 0,49 und 0,61 Prozent pro Jahr, bei der Alten Leipziger zwischen 0,57 und 0,70 Prozent (Versorgungsvorschläge, Stand Juni 2026). Stark sind beide auch beim garantierten Rentenfaktor, also der vertraglich zugesagten Monatsrente je 10.000 Euro Guthaben: Die Alte Leipziger weist mit 27,93 Euro den höchsten garantierten Wert der zwölf geprüften Anbieter aus, die LV 1871 liegt mit 26,95 Euro ebenfalls im oberen Feld (Faktenkataloge, Stand Juni 2026). Der Unterschied zu pauschalen Annahmen: Effektivkosten hängen bei realen Tarifen von Laufzeit und Sparrate ab. Der Rechner greift deshalb für jede Kombination auf den passenden Tabellenwert zu, statt mit einem Einheitswert zu rechnen.

13 Kostenmodelle für Depot und Robo-Advisor

Für den Depot-Vergleich sind 13 reale Kostenmodelle hinterlegt: vom günstigen Neobroker über Robo-Advisor wie Scalable Wealth, Quirion und Whitebox bis zu Gerd Kommer Capital. Du wählst das Modell, das zu Deinem Anbieter passt, oder trägst eigene Kosten ein.

Hinter dem Rechner steht dabei mehr als eine Formel: Ich habe zu 12 Nettopolice-Anbietern geprüfte Faktenkataloge aus Bedingungswerken und Versorgungsvorschlägen aufgebaut (Stand Juni 2026). Die beiden hinterlegten Tarife sind daraus ausgewählt. Willst Du einen Tarif eines anderen Anbieters prüfen, passt Du die Kostenfelder des Rechners einfach frei an.


Häufige Fragen zum Nettopolice-Vergleich

Was ist der Unterschied zwischen Bruttopolice und Nettopolice?

Bei der Bruttopolice sind Abschluss- und Vertriebsprovisionen in den Beitrag einkalkuliert und werden vor allem in den ersten Vertragsjahren aus Deinen Zahlungen getilgt. Bei der Nettopolice fehlt dieser Provisionsblock komplett, die Vermittlung bezahlst Du über eine einmalige, separate Vermittlungsvergütung. Dadurch sind die laufenden Kosten deutlich niedriger und mehr von Deinem Beitrag fließt vom ersten Monat an in die Fondsanlage.

Kann ich eine Nettopolice selbst abschließen?

Eine Nettopolice ist ein regulärer Versicherungsvertrag, der Abschluss läuft aber über eine separat vereinbarte Vermittlungsvergütung zwischen Dir und einem Makler, weil im Tarif selbst keine Vermittlungsprovision einkalkuliert ist (§ 48b Abs. 4 VAG). Vorbereiten kannst Du trotzdem alles in Eigenregie: Der Rechner zeigt Dir vorab, ob sich der Weg für Deine Zahlen überhaupt lohnt. Danach entscheidest Du, ob Du ihn gehen willst.

Was ist der Haken bei der Nettopolice?

Die vereinbarte Vermittlungsvergütung bleibt auch dann fällig, wenn Du den Vertrag früh kündigst (BGH, Urteil vom 12.12.2013, III ZR 124/13). Und wer vor Ablauf von 12 Jahren oder vor dem 62. Geburtstag an sein Geld will, verliert den Steuervorteil des Halbeinkünfteverfahrens. Eine Nettopolice lohnt sich deshalb erst bei einem langen Anlagehorizont. Genau darum beginnt der Laufzeit-Regler im Rechner erst bei 15 Jahren.

Wie funktioniert die 12/62-Regel?

Läuft Deine Police mindestens 12 Jahre und lässt Du Dir das Kapital frühestens nach Deinem 62. Geburtstag auszahlen, versteuerst Du nur die Hälfte des Gewinns, und zwar mit Deinem persönlichen Steuersatz (Halbeinkünfteverfahren, § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG). Bei Fondspolicen bleiben zusätzlich 15 Prozent des Ertrags steuerfrei. Für Verträge aus den Jahren 2005 bis 2011 gilt die Altersgrenze 60 statt 62.

Kann ich meine bestehende Bruttopolice prüfen lassen, ohne den Vertrag zu kennen?

Ja. Im Prüf-Modus lädst Du Deine Police oder die letzte Standmitteilung einfach als PDF oder Foto hoch. Die KI liest Kosten, Rückkaufswert und Laufzeiten aus und füllt die Felder des Rechners automatisch. Du musst also keine Klauseln selbst entschlüsseln. Danach siehst Du direkt, wie Dein Bestandsvertrag gegen eine Nettopolice und ein ETF-Depot abschneidet.

Ist ein ETF-Depot nicht flexibler als eine Nettopolice?

Beim Zugriff auf Dein Geld ist das Depot klar flexibler, Du kannst jederzeit verkaufen. Dafür löst dort jeder Fondswechsel sofort Steuern aus, und bei der Auszahlung greift die Abgeltungsteuer auf den vollen Gewinn. Die Police bindet Dich länger, belohnt das aber mit Steuerstundung und Halbeinkünfteverfahren. Der Rechner zeigt Dir, welcher Effekt in Deinem Fall überwiegt.

Welche Kosten rechnet der Vergleich ein?

Bei den Nettotarifen echte Effektivkostentabellen je Laufzeit und Sparrate, bei der Bruttopolice ihre Abschluss- und Verwaltungskosten, beim Depot und Robo-Advisor die Gebühren aus 13 hinterlegten Kostenmodellen plus Fondskosten. Die Vermittlungsvergütung der Nettopolice setzt der Rechner bei den Alternativen als Startkapital an. So wird kein Weg schöngerechnet, auch nicht meiner.

Ersetzt der Rechner eine Beratung?

Nein. Der Rechner simuliert mit realistischen Annahmen, aber er kennt weder Deine komplette Finanzsituation noch Deine Pläne. Eine Steuer- oder Anlageberatung ersetzt er nicht. Nutze ihn als ehrliche Entscheidungsgrundlage: Wenn die Zahlen Fragen aufwerfen, gehen wir sie gemeinsam durch. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Der Rechner gibt Dir die Zahlen, die Entscheidung bleibt Deine. Wenn Du sie nicht allein treffen willst, bin ich als Coach an Deiner Seite: Wir gehen Dein Ergebnis gemeinsam durch, prüfen Deinen Bestandsvertrag im Detail, und Du kannst direkt eine persönliche Beratung buchen. Kostenlos und unverbindlich.


Quellen und Stand

  • § 20 EStG (Halbeinkünfteverfahren, 15-Prozent-Ertragsfreistellung bei Fondspolicen, Sparerpauschbetrag)
  • § 32d EStG (Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge)
  • § 20 InvStG (Teilfreistellung von 30 Prozent bei Aktienfonds im Depot)
  • § 48b VAG (Provisionsabgabeverbot und Nettotarif-Ausnahme in Absatz 4)
  • § 2 VVG-InfoV (Ausweispflicht der Effektivkosten)
  • BaFin-Auswertung zu Effektivkosten fondsgebundener Lebensversicherungen (Marktschnitt und teuerstes Quartil)
  • BGH, Urteil vom 12.12.2013, III ZR 124/13 (Vermittlungsvergütung bleibt bei früher Kündigung geschuldet)
  • Versorgungsvorschläge und Bedingungswerke der LV 1871 und der Alten Leipziger sowie geprüfte Faktenkataloge zu 12 Nettopolice-Anbietern (Stand Juni 2026)
  • Positionen der Verbraucherzentrale Hamburg und des Bunds der Versicherten (attribuierte Drittmeinungen)

Stand: Juli 2026. Der Rechner simuliert mit dem Steuerrecht für private fondsgebundene Rentenversicherungen und Depots und mit Annahmen, die Du selbst einstellst. Er ersetzt keine Steuerberatung und keine Anlageberatung. Die Ergebnisse sind eine Entscheidungsgrundlage für Dich, kein Versprechen über künftige Wertentwicklungen.

MACHE JETZT DEN HAKEN DRAN, ABER RICHTIG

Du hast im Vergleich gesehen, was möglich ist. Jetzt hast Du zwei Optionen: Du kannst das Fenster schließen und alles lassen, wie es ist, das kostet Dich zehntausende Euro. Oder Du triffst jetzt eine Entscheidung für Deine finanzielle Zukunft. Ich habe Dir die Werkzeuge und den Zugang gegeben. Jetzt liegt es an Dir, den „Kapital-Turbo“ auch zu zünden.

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