Aktualisiert: 11.06.2026
Bergische Krankenkasse Zusatzbeitrag 2026 im Detail
Du suchst eine klare Antwort:
Wie hoch ist der Bergische Zusatzbeitrag 2026, und was bedeutet er für Dein Gehalt? Auf
dieser Seite bekommst Du den genauen Wert, eine Beispielrechnung für 4.500 Euro Brutto, den ehrlichen
Vergleich mit dem GKV-Marktschnitt und die Antwort auf die wichtigste Folgefrage: Wann lohnt sich die
Bergische trotzdem? Wenn Du danach den vollständigen Bergische-Überblick sehen willst, führt der Weg ins Bergische-Profil.
Springe direkt zu dem Abschnitt, der Dich am meisten interessiert:
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Der Bergische Zusatzbeitrag beträgt 2026 genau 3,79 Prozent. Das
ist der kassenindividuelle Zusatzbeitrag der Bergischen Krankenkasse, einer Betriebskrankenkasse mit Sitz in
Solingen (Nordrhein-Westfalen), errichtet am 1. Januar 2022. Er gilt seit dem 1. Januar 2026 gemäß Satzung
Stand 01.01.2026.
Damit liegt die Bergische über dem GKV-Marktschnitt. Je nach
Vergleichsmethodik beträgt der Abstand 0,69 Prozentpunkte gegenüber dem gewichteten IW-Marktschnitt von
3,1 % (IW-Kurzbericht Nr. 33/2026, Pimpertz, 11.05.2026) oder 0,89 Prozentpunkte gegenüber
dem amtlichen Durchschnittssatz von 2,9 % (GKV-Spitzenverband 2026, § 242a SGB V). Was das in Euro
bedeutet, zeigt die Beispielrechnung weiter unten.
Den vollständigen Bergische-Überblick mit Leistungen, Bonusprogramm und
Entscheidungsmatrix findest Du im Bergische-Profil. Diese Seite konzentriert sich
ausschließlich auf den Zusatzbeitrag und was er für Dich bedeutet.
Ein Bruttolohn ist nur dann aussagekräftig, wenn Du weißt, wie viel die Krankenkasse
davon nimmt. Hier ist die genaue Rechnung für 4.500 Euro Brutto im Monat, das häufigste Beispielgehalt in
diesem Vergleich.
Wichtig zuerst: Seit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) 2019 trägt
nicht mehr allein der Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag.
Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen ihn je zur Hälfte (§ 249 Abs. 1 SGB V). Der
Gesamtbeitrag von 18,39 Prozent wird also paritätisch aufgeteilt.
Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) liegt 2026 bei
5.812,50 Euro pro Monat (69.750 Euro im Jahr) (SV-Rechengrößen-VO 2026). Liegt Dein
Bruttolohn über dieser Grenze, werden nur 5.812,50 Euro je Monat für die Berechnung herangezogen. Der
Maximal-Beitrag pro Monat wäre dann 4.500 Euro x 18,39 % = 827,55 Euro an der BBG-Grenze. Bei höherem Gehalt
deckelt die BBG.
Den GKV-Vergleichsrechner mit 72 Kassen nutzen,
um Deinen persönlichen Beitrag mit anderen Kassen zu vergleichen.
Vereinfachte Beispielrechnung. Tatsächliche Werte können bei Sonderfällen (Mehrfachbeschäftigung, Minijob, freiwillige Versicherung) abweichen. Der GKV-Vergleichsrechner oben berechnet exakte Sätze für Deine Situation.
Die 18,39 Prozent sind nur der KV-Anteil. Zu Deinem tatsächlichen Gesamtbeitrag zur
Sozialversicherung kommt noch die Pflegeversicherung (PV) hinzu. Hier ist die vollständige Aufschlüsselung.
Der allgemeine Beitragssatz der GKV beträgt bundeseinheitlich
14,6 Prozent (§ 241 SGB V). Hinzu kommt der kassenindividuelle
Zusatzbeitrag der Bergischen von 3,79 Prozent, festgelegt durch den Verwaltungsrat nach §
242 SGB V. Zusammen ergibt das den Bergische-Gesamtbeitrag KV von 18,39 Prozent.
Der ermäßigte Beitragssatz (für Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld, z.B. bei
bestimmten hauptberuflich selbstständigen Mitgliedern) beträgt 14,0 Prozent (§ 243 SGB V).
Zusammen mit dem Bergische-Zusatzbeitrag wären das 17,79 Prozent.
Zur Pflegeversicherung (PV) nach § 55 SGB XI gilt seit dem PUEG (01.01.2025) eine
Staffelung nach Kinderzahl:
Der Bergische-Gesamtbeitrag KV+PV für ein Beispiel mit 1 Kind beträgt damit 18,39
Prozent KV plus 3,6 Prozent PV = 21,99 Prozent vom Brutto (paritätisch je zur Hälfte).
Vor einem Kassenwechsel ist der Vergleich mit dem Markt entscheidend. Hier ist der
ehrliche Zahlenvergleich, beide Methoden nebeneinander.
Es gibt zwei legitime Vergleichsgrößen für den GKV-Schnitt. Sie messen
unterschiedliche Dinge, beide sind korrekt:
Bergische liegt mit 3,79 % gegenüber dem amtlichen Schnitt 0,89 Prozentpunkte
darüber, gegenüber dem IW-Marktschnitt 0,69 Prozentpunkte.
Das ist die wichtigste Folgefrage zum Bergische-Zusatzbeitrag. Die ehrliche Antwort:
Es kommt auf Deine Teilnahme an.
Zuerst der Mehraufwand in Euro. Je nach Vergleichsmethodik zahlst Du bei 4.500 Euro
Brutto als Arbeitnehmer-Anteil folgendes mehr als bei einer Kasse mit GKV-Schnittbeitrag:
Dem gegenüber steht der FlexiBonus2 der Bergischen Krankenkasse.
Das Bonusprogramm hat zwei Tracks:
Hier ist die Wenn-dann-Rechnung:
Wenn Du alle FlexiBonus2-Maßnahmen vollständig ausschöpfst
(maximale Teilnahme an beiden Tracks, alle Voraussetzungen erfüllt), beträgt Dein Bonus bis zu 430 Euro pro
Jahr. Das übersteigt den AN-seitigen Mehraufwand von 186 Euro (IW) bzw. 240 Euro (amtlich) rechnerisch in
beiden Varianten. Der nominale Beitrags-Mehraufwand wäre damit mehr als ausgeglichen.
Wenn Du die Bonus-Voraussetzungen nicht vollständig erfüllst,
bleibt ein Teil des Mehraufwands ungedeckt. Ohne Teilnahme am FlexiBonus2 bleibt der Beitrag schlicht 186
bis 240 Euro pro Jahr über dem Marktschnitt.
Für die vollständige Mechanik des FlexiBonus2 (8-Maßnahmen-Stack, Cash vs. Zweck,
Verdopplungsregel) empfehle ich den Refinanzierungs-Rechnung im Bonus-Spoke.
Dort ist die genaue Hebel-Story aufgeschlüsselt.
Die Bergische liegt mit 3,79 % über dem Schnitt. Das ist keine Anomalie, sondern ein
strukturelles Muster bei regionalen Betriebskrankenkassen. Hier ist der Hintergrund.
Risiko-Pooling: Größere, bundesweite Kassen verteilen das
Versicherungsrisiko auf eine breitere Mitgliederbasis. Regionale Kassen mit kleinerem Pool tragen regionale
Gesundheitsversorgungskosten konzentrierter. Bei höherem Morbiditätsniveau in einem Ballungsraum wie dem
Bergischen Land spiegelt sich das im Beitrag.
Aufsicht MAGS NRW: Die Bergische untersteht dem Ministerium für
Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW), nicht dem Bundesamt für Soziale
Sicherung (BAS). Das zeigt: Die Bergische agiert regional, nicht bundesweit.
Der Vergleichspunkt ist interessant. Die BKK firmus (mit 2,18 % ebenfalls eine regionale Kasse)
beweist, dass regional nicht automatisch teuer bedeutet. Dort greifen andere Größeneffekte. Regional ist
also kein Automatismus in eine Richtung.
Was die Bergische für ihren höheren Beitrag bietet, ist ein ausgeprägtes regionales
Leistungsprofil: FlexiBonus2, lokale Kundenservice-Standorte in Solingen, Wuppertal und Köln sowie eine
NRW-Verwurzelung, die für bestimmte Mitglieder Wert hat. Den vollständigen Leistungsüberblick gibt es im Bergische-Profil.
Der Bergische Zusatzbeitrag ist nicht unveränderlich. Wer ihn festlegt und wann er
sich ändert, ist im Gesetz klar geregelt.
Nach § 242 Abs. 1 SGB V legt der Verwaltungsrat
der Krankenkasse den kassenindividuellen Zusatzbeitragssatz fest. Das geschieht in der Regel jährlich im
Rahmen der Haushaltsplanung, üblicherweise im Herbst mit Wirkung zum 1. Januar des Folgejahres. Der aktuelle
Satz von 3,79 % gilt seit dem 1. Januar 2026.
Eine Erhöhung des Zusatzbeitrags kann jederzeit beschlossen werden, wenn es die
Finanzlage der Kasse erfordert. Die Kasse muss Mitglieder über eine Erhöhung informieren und dabei auf das
Sonderkündigungsrecht hinweisen.
Der amtliche Durchschnittssatz (2,9 % für 2026) ist die gesetzliche Vergleichsgröße
nach § 242a SGB V. Das BMG legt ihn jährlich bis zum 1. November für das Folgejahr fest. Der Bergische Satz
von 3,79 % liegt deutlich über diesem Referenzwert.
Wenn die Bergische den Zusatzbeitrag erhöht, hast Du ein gesetzliches
Sonderkündigungsrecht. Hier sind die Details.
Nach § 175 Abs. 4 S. 6 SGB V haben Mitglieder bei einer Erhöhung
des Zusatzbeitrags das Recht, die Krankenkasse
bis zum Ende des Monats zu kündigen, für den der erhöhte Zusatzbeitragssatz erstmals gilt.
Die Kasse ist verpflichtet, Mitglieder über die Erhöhung und dieses Sonderkündigungsrecht zu informieren.
Die Kündigung wird dann zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats nach Eingang der
Kündigung wirksam. Du hast also in der Regel gut zwei Monate Zeit, eine neue Kasse zu wählen und den Wechsel
zu vollziehen.
Ohne Beitragserhöhung gilt die reguläre Mindestbindung:
12 Monate ab Aufnahme in die Bergische. Danach ist eine ordentliche Kündigung zum Ablauf
des übernächsten Kalendermonats möglich (S01 Satzung BERGISCHE 01.01.2026).
Weitere Details zu Kündigungsfristen in der GKV: Kündigungsfristen erklärt.
Der Beitrag von 3,79 % gilt nicht für alle Mitglieder gleich. Für bestimmte Gruppen
gelten eigene Berechnungsgrundlagen.
Als Student in der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich Dein Beitrag nach §
236 SGB V. Die Bemessungsgrundlage ist der BAföG-Bedarf nach § 13 BAFöG, aktuell
855 Euro pro Monat (seit WS 2022/23).
(Stand 2026, § 236 SGB V, § 13 BAFöG, § 55 Abs. 3 SGB XI. Vereinfachte Beispielrechnung. Tatsächliche Werte können bei Stipendien, Nebenjobs oder Elternteilen, die bereits versichert sind, abweichen. Der BAföG-Bedarfssatz gilt seit WS 2022/23.)
Wer ausschließlich einen Minijob ausübt und nicht anderweitig versicherungspflichtig
ist, ist in der Regel nicht Mitglied der GKV. Minijobber werden über den Arbeitgeber
pauschalbeitragspflichtig, ohne eigenen GKV-Beitrag zu zahlen. Für den Zusatzbeitrag der Bergischen ist dies
nur relevant, wenn ein weiteres Beschäftigungsverhältnis besteht oder ein freiwilliges Mitglied vorliegt.
Familienangehörige (Ehepartner, Kinder) können beitragsfrei in der
Familienversicherung nach § 10 SGB V mitversichert werden, sofern sie kein eigenes Einkommen über 505 Euro
pro Monat haben (Geringverdiener-Grenze 2026) oder kein Minijob mit Pauschalbeitrag vorliegt. Die
Familienversicherung ist beitragsfrei für das mitversicherte Mitglied, d.h. der Bergische-Zusatzbeitrag
fällt nur für das hauptversicherte Mitglied an.
Kein Wahltarif Beitragsrückerstattung (BRE) bei der Bergischen: Die Bergische bietet
nach Satzungsstand 01.01.2026 keinen separaten Wahltarif mit Beitragsrückerstattung. Ein Wahltarif
Selbstbehalt existierte, wird aber laut Maklerbetreuer-Auskunft (15.05.2026) nicht weiter angeboten.
Wie hoch ist der Bergische Zusatzbeitrag 2025 und 2026?
Der Bergische Zusatzbeitrag beträgt 2026 genau 3,79 Prozent (Satzung Stand
01.01.2026). Für 2025 lagen uns beim Redaktionsstand keine verifizierten Satzungsdaten aus der
Bergischen Beitragshistorie vor. Die Long-Tail-Keywords "bergische krankenkasse zusatzbeitrag 2025"
und "bergische krankenkasse zusatzbeitrag 2026" adressieren im Wesentlichen dieselbe Frage: den
aktuell gültigen Wert, der seit 01.01.2026 bei 3,79 % liegt.
Wie hoch ist der Gesamtbeitrag der Bergischen Krankenkasse 2026?
Der Gesamtbeitragssatz der Bergischen Krankenkasse beträgt 2026 18,39 Prozent. Er
setzt sich zusammen aus dem allgemeinen Beitragssatz nach § 241 SGB V (14,6 Prozent) und dem
Bergische-Zusatzbeitrag (3,79 Prozent). Dazu kommt noch der Pflegeversicherungsbeitrag nach § 55 SGB
XI (z.B. 3,6 % für Versicherte mit 1 Kind), der separat berechnet wird.
Liegt der Bergische Zusatzbeitrag über dem GKV-Durchschnitt?
Ja. Der Bergische Zusatzbeitrag von 3,79 % liegt über dem GKV-Schnitt, egal welche Vergleichsmethodik
Du verwendest. Gegenüber dem amtlichen Durchschnittssatz von 2,9 % (§ 242a SGB V, GKV-Spitzenverband
2026) beträgt der Abstand 0,89 Prozentpunkte. Gegenüber dem gewichteten IW-Marktschnitt von 3,1 %
(IW-Kurzbericht Nr. 33/2026, Q1 2026) sind es 0,69 Prozentpunkte.
Was kostet mich die Bergische bei 3.000 Euro Brutto?
Bei 3.000 Euro Brutto und dem Bergische-Gesamtbeitrag von 18,39 Prozent: Gesamt-KV-Beitrag = 3.000 x
18,39 % = 551,70 Euro/Monat. Davon trägt der Arbeitnehmer die Hälfte: 275,85 Euro/Monat
(paritätische Tragung nach § 249 Abs. 1 SGB V). Plus Pflegeversicherungsanteil (z.B. 3,6 % x 3.000 /
2 = 54,00 Euro/Monat bei 1 Kind). Vereinfachte Rechnung, ohne Sonderfälle.
Hat die Bergische eine Beitragsrückerstattung (BRE)?
Nein. Die Bergische Krankenkasse bietet nach Satzungsstand 01.01.2026 keinen separaten Wahltarif mit
Beitragsrückerstattung an. Das ist in BERGISCHE.json als explizit negatives Faktum hinterlegt
(F17S). Ein Wahltarif Selbstbehalt nach § 26 der Satzung existierte, wird laut
Maklerbetreuer-Auskunft (15.05.2026) aber nicht weiter angeboten. Für Cashback-orientierte
Versicherte ist der BKK firmus Cash-Sportbonus eine
Alternative.
Kann ich die Bergische von Hamburg aus abschließen?
Ja. Hamburg ist eines der drei Bundesländer, in denen die Bergische für Neukunden offen ist (neben
NRW und Hessen). Wer mit Wohn- oder Arbeitssitz in NRW, Hessen oder Hamburg wechseln möchte, kann
den Antrag direkt online stellen. In den anderen 13 Bundesländern ist die Bergische für Neukunden
nicht zugänglich.
Was ist der FlexiBonus2 der Bergischen Krankenkasse?
Der FlexiBonus2 ist das Bonusprogramm der Bergischen Krankenkasse. Er hat zwei Tracks: der Cash-Track
zahlt bis zu 130 Euro pro Person und Jahr als Barprämie, der Zweck-Track bis zu 300 Euro pro Person
und Jahr für Gesundheitsmaßnahmen (Sport, Prävention, Zahnarzt u.a.). Das kombinierte Maximum liegt
bei 430 Euro pro Person und Jahr (alle Voraussetzungen erfüllt). Details und die genaue
Refinanzierungs-Rechnung findest Du im Bergische-Bonusprogramm-Spoke.
Was ist der Bergische Zusatzbeitrag 2024, 2023, 2022, 2021?
Für Vorjahre liegen uns aktuell keine verifizierten Satzungs-Archivdaten vor. Fakt ist, dass die
Bergische Krankenkasse erst am 01.01.2022 durch Vereinigung dreier BKKen errichtet wurde. Für die
Beitragshistorie vor 2024 empfehlen wir eine direkte Anfrage bei der Bergischen oder den
GKV-Spitzenverband-Kassenstatistiken.