Aktualisiert: 11. Juni 2026
Bergische Krankenkasse FlexiBonus2 2026: Bonusprogramm im Detail
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Das FlexiBonus2-Programm der Bergischen Krankenkasse zahlt Dir für nachgewiesene
Vorsorge- und Sportaktivitäten eine Geldprämie aus, und zwar direkt aufs Konto. Oder Du wählst die
Zweckprämie und bekommst einen zweckgebundenen Zuschuss für Sport, Zahnbehandlung oder Sehhilfen. Auf dieser
Seite erkläre ich Dir beides im Detail: welche Maßnahmen wie viel bringen, was die Verdopplungsregeln
wirklich bedeuten und wie Du die Bergische trotz ihres höheren Zusatzbeitrags von 3,79 Prozent für Dich
rechnen lassen kannst. Das vollständige
Bergische-Kassenprofil findest Du auf der Übersichtsseite.
Das FlexiBonus2 (auch FlexiBonus²) ist das Bonusprogramm der
Bergischen Krankenkasse nach § 33 ihrer Satzung in Verbindung mit § 65a Abs. 1, Abs. 1a SGB V. Das Gesetz
verpflichtet Krankenkassen, Versicherte für gesundheitsbewusstes Verhalten zu belohnen. Die Bergische setzt
das mit einem Maßnahmen-basierten Euro-System um: für jede anerkannte Maßnahme steht ein fester Euro-Betrag,
direkt auf der Prämientabelle, kein Punkte-System, keine Umrechnungen.
Das Wichtigste vorab: Die 130 Euro Cash-Maximum und die 300 Euro Zweckprämie-Maximum
sind zwei verschiedene Auszahlungswege, keine Addition. Du wählst pro Jahr, welchen Weg Du nutzt.
Das Programm gilt für drei Altersgruppen mit je eigenem Bonus-Scheck: Babys im
ersten Lebensjahr (Scheck B, bis 150 Euro Cash bzw. 200 Euro Zweck), Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre
(Scheck K) und Versicherte ab 16 Jahren (Scheck E, die in dieser Seite beschriebenen Werte). Die Höchstwerte
130 Euro Cash und 300 Euro Zweck gelten ausschließlich für Erwachsene ab 16 Jahren.
Die Bergische arbeitet nicht mit einem Punkte-System. Stattdessen ist jede Maßnahme
mit einem festen Euro-Betrag hinterlegt, der direkt deiner Prämie gutgeschrieben wird. Sammelst Du in einem
Bonusjahr mehrere Maßnahmen, addieren sich die Beträge, bis zum Jahresmaximum.
Deine jährliche Teilnahmeerklärung bei der Bergischen öffnet das Bonusjahr. Danach
brauchst Du mindestens eine Grundmaßnahme (G), um am Ende des Jahres eine Auszahlung zu bekommen. Ohne
Grundmaßnahme kein Bonus, egal wie viele andere Maßnahmen Du vorweisen kannst.
Die Auszahlungsschwelle liegt bei mindestens 5 Euro für Erwachsene und Kinder
(Geldprämie), bei Babys ab 10 Euro. Für die Zweckprämie gilt eine Mindesthöhe von 10 Euro. Abgerechnet wird
einmal jährlich.
Die 130 Euro Cash sind das Maximum, das Du durch vollständige Ausschöpfung aller
Maßnahmen-Kategorien erreichen kannst (§ 33 Satzung BERGISCHE, Anlage). In der Praxis landet ein aktiver
Versicherter, der Sport treibt und zwei bis drei Vorsorgetermine im Jahr wahrnimmt, bei 50 bis 80 Euro Cash
im Bonusjahr. Die folgende Tabelle zeigt alle Maßnahmen für Versicherte ab 16 Jahren mit den jeweiligen
Euro-Werten.
Maximum gesamt (Erwachsene, Cash-Track, alle Maßnahmen ausgeschöpft): 130 Euro pro Jahr (§
33 Satzung BERGISCHE, Anlage). Maximum gesamt (Zweckprämie-Track): 300 Euro pro Jahr.
Die 300 Euro Zweckprämie sind der Gesamtdeckel für alle Zweck-Kategorien zusammen.
Das bedeutet: nicht 300 Euro für Sport plus 300 Euro für Zahn. Du hast insgesamt 300 Euro zur Verfügung, die
Du auf beliebige Kategorien verteilen kannst.
Wie entsteht der Zweckprämie-Betrag? Indem Du den Zweckprämie-Weg wählst, verdoppelt
die Bergische Dein erarbeitetes Guthaben. Hast Du 50 Euro Guthaben angesammelt, bekommst Du als Zweckprämie
100 Euro, aber eben zweckgebunden (Satzungswortlaut: "Für die Nutzung des Bonusguthabens für eine
Zweckprämie erhält die versicherte Person den doppelten Geldbetrag").
Wichtig für die Einlösung: Pro Kalenderjahr kannst Du eine Rechnung oder eine
Leistungsserie (bis zu 3 Behandlungen oder 1 Artikel) einreichen. Das Rechnungsdatum muss im Bonusjahr
liegen. Du reichst den Beleg zusammen mit Deinen anderen Maßnahmen-Nachweisen ein.
Beim FlexiBonus2 gibt es zwei verschiedene Mechaniken, die beide das Wort
"Verdopplung" enthalten. Sie funktionieren völlig unterschiedlich. Wer sie verwechselt, plant seinen Bonus
falsch. Hier ist die klare Trennung.
Der Satzungswortlaut zum ExtraBonus lautet: "Versicherte Personen können bei
erstmaliger Teilnahme am Bonusprogramm den ExtraBonus wählen." Der ExtraBonus ist damit eine einmalige
Einstiegsoption für Neueinsteiger mit wenigen Maßnahmen im ersten Jahr. Wer von Anfang an aktiv Sport treibt
und Vorsorgetermine wahrnimmt, fährt mit dem Standard-FlexiBonus2 besser: 130 Euro Cash oder 300 Euro Zweck
sind mehr als die 100 Euro Cash oder 200 Euro Zuschuss beim ExtraBonus.
Die Bergische erwartet Deine Nachweise bis zum
30. September des übernächsten Jahres als Soll-Frist (§ 33 Abs. 3 Satzung BERGISCHE).
"Sollen" bedeutet hier keine harte Ausschlussfrist, sondern eine Empfehlung. Du hast damit deutlich mehr
Zeit als zum Beispiel bei der BKK firmus, die eine harte Frist am 31. März des Folgejahres hat. Trotzdem:
halte die Soll-Frist ein, damit Dein Antrag reibungslos bearbeitet wird.
Konkret: Maßnahmen aus dem Jahr 2026 kannst Du bis spätestens 30. September 2028
einreichen. Für die Auszahlung muss Dein Guthaben mindestens 5 Euro (Geldprämie, Erwachsene) bzw. 10 Euro
(Zweckprämie) erreicht haben.
Den Bonusheft oder Bonus-Scheck bekommst Du als Versicherter von der Bergischen. Für
jede anerkannte Maßnahme erhältst Du einen Nachweis, zum Beispiel eine ärztliche Bescheinigung, eine
Teilnahmebestätigung des Sportvereins oder die Quittung über Deinen Fitnessstudio-Jahresbeitrag. Die
Bergische bietet außerdem eine digitale Einreichung über ihre Service-App oder über das Online-Kundencenter
an.
Die Bergische hat mit 3,79 Prozent (Stand 01.01.2026) einen deutlich höheren
Zusatzbeitrag als viele Wettbewerber. Das ist ein echter Kostenfaktor. Die ehrliche Frage lautet deshalb:
Kann ich diesen Mehrbeitrag durch den FlexiBonus2 zumindest teilweise zurückholen?
Wer FlexiBonus2 aktiv nutzt, kann den höheren Zusatzbeitrag der Bergischen teilweise
oder vollständig ausgleichen. Bei voller Ausschöpfung des Zweckprämie-Wegs (300 Euro) und einem Bruttolohn
von 3.000 Euro kompensiert das Programm knapp 44 Prozent des jährlichen Arbeitnehmer-Anteils. Für aktive
Versicherte, die Sport treiben und regelmäßig Vorsorgetermine wahrnehmen, ist das ein echter Gegenwert.
Wie hoch der Bergische-Zusatzbeitrag im Marktvergleich einzuordnen ist und was er
für Versicherte mit verschiedenen Einkommensstufen bedeutet, erkläre ich im Detail auf der Seite Was kostet die Bergische Krankenkasse?
Der FlexiBonus2 der Bergischen ist einer von vier Kassenprogrammen, die wir auf
dieser Website im Detail erklären. Die folgende Tabelle zeigt Dir die wichtigsten Kennzahlen auf einen
Blick, damit Du einschätzen kannst, welches Programm zu Deinem Nutzungsverhalten passt.
Der FlexiBonus2 der Bergischen fällt im Vergleich durch seinen Sportfokus auf: Mit
50 Euro Cash für ein Leistungsabzeichen und 50 Euro für eine sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung bietet
er für aktive Versicherte, die diese Maßnahmen sowieso wahrnehmen, einen echten Mehrwert. Die HEK bietet im
Erstjahr vergleichbare Zweckprämien-Höhen, aber in den Folgejahren deutlich weniger. Die HKK liegt beim
Cash-Wert unter der Bergischen, glänzt aber mit dem Fitness-Tracker-Sonderbonus für Technik-affine
Versicherte.
Wie viel Bonus zahlt die Bergische Krankenkasse beim FlexiBonus2?
Das FlexiBonus2-Programm der Bergischen zahlt Versicherten ab 16 Jahren bis zu
130 Euro als Geldprämie direkt aufs Konto pro Person und Jahr oder bis zu
300 Euro als Zweckprämie für zweckgebundene Gesundheitsleistungen. Beides gilt
nicht gleichzeitig: Du wählst pro Jahr einen der beiden Wege. Die 130 Euro und die 300 Euro sind die
Maximalwerte bei vollständiger Ausschöpfung aller Maßnahmen-Kategorien (§ 33 Satzung BERGISCHE,
Anlage, Stand 01.01.2026).
Bis wann muss ich den FlexiBonus2 einreichen?
Die Soll-Frist für die Einreichung liegt bei 30. September des übernächsten Jahres
(§ 33 Abs. 3 Satzung BERGISCHE). Das Wort "sollen" in der Satzung bedeutet, dass es keine harte
Ausschlussfrist ist, aber die Bergische die fristgerechte Einreichung empfiehlt. Maßnahmen aus dem
Bonusjahr 2026 kannst Du also bis 30. September 2028 einreichen. Empfehlung: reiche so bald wie
möglich ein, nachdem Du alle Maßnahmen zusammen hast.
Was ist der Unterschied zwischen Zweckprämie und ExtraBonus?
Das sind zwei verschiedene Verdopplungs-Mechaniken im FlexiBonus2, die nicht kombiniert werden
können.
Mechanik 1 (Zweckprämie): Gilt für alle Versicherten, in jedem Bonusjahr. Wenn Du
Dein erarbeitetes Guthaben als Zweckprämie statt als Geldprämie auszahlen lässt, verdoppelt die
Bergische den Betrag. Maximum: 300 Euro Zweckprämie pro Jahr (statt 130 Euro Cash).
Mechanik 2 (ExtraBonus): Gilt nur für Erstteilnehmer, einmalig im ersten Bonusjahr.
Der ExtraBonus ist eine Alternative zum Standard-FlexiBonus2, kein Zusatz. Mit einem vereinfachten
4-Maßnahmen-Pfad (1 Vorsorge + 1 Impfung + 1 Zahnvorsorge + 1 Maßnahme Kap. B3) bekommst Du im
Erstjahr bis zu 100 Euro Cash oder bis zu 200 Euro Zweck. Wer von Anfang an aktiv ist und mehr
Maßnahmen schaffen kann, fährt mit dem Standard-FlexiBonus2 besser.
Zählt mein Fitnessstudio-Beitrag als Grundmaßnahme?
Ja. Eine aktive Fitnessstudio-Mitgliedschaft gilt als Grundmaßnahme (G) im FlexiBonus2 und bringt Dir
25 Euro Cash oder 50 Euro Zweckprämie pro Bonusjahr (§ 33 Satzung BERGISCHE,
Anlage). Voraussetzung ist, dass Dein Fitnessstudio mindestens eines von fünf Qualitäts-Kriterien
erfüllt (z.B. Trainer mit A-Lizenz oder angebotene Gesundheitskurse). Deine jährliche
Teilnahmeerklärung bei der Bergischen musst Du zusätzlich abgeben, damit das Bonusjahr offiziell
geöffnet ist.
Kann ich die Zweckprämie für eine Kranken-Zusatzversicherung verwenden?
Ja, aber mit einer wichtigen Einschränkung. Die Bergische kennt eine Kategorie "Versicherungsbudget"
innerhalb der Zweckprämie. Diese ist jedoch auf
private Kranken-Zusatzversicherungen für Sehhilfen, Naturheilverfahren oder Zahnersatz
beschränkt (§ 33 Satzung BERGISCHE, Anlage). Andere Versicherungsarten wie Berufsunfähigkeit, Unfall
oder Pflegezusatz sind ausgeschlossen. Der Bonus kann also zum Beispiel einen Teil Deiner
Zahnzusatz-Prämie finanzieren.
Wie viel Bonus bekommt ein normaler Versicherter im Durchschnitt?
Das hängt stark davon ab, wie aktiv Du das Programm nutzt. Die 130 Euro Cash sind das Ziel für
Versicherte, die wirklich alle Maßnahmen-Kategorien ausschöpfen. In der Praxis ist bei einem
Versicherten, der Sport treibt und zwei bis drei Vorsorgetermine wahrnimmt, ein Cash-Wert von rund
30 Euro realistisch, wenn nur die Basis-Maßnahmen (Sportverein oder Fitnessstudio plus eine bis zwei
Vorsorgen) eingereicht werden. Mit Leistungsabzeichen oder sportmedizinischer Untersuchung
zusätzlich bist Du schnell bei 80 bis 100 Euro Cash.