Aktualisiert: 15. Juni 2026
KKH Bonusprogramm 2026: der KKH-Bonus realistisch erklärt
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Der KKH-Bonus belohnt Dich, wenn Du etwas für Deine Gesundheit tust. Sport im
Verein, ein Präventionskurs, der Zahn-Check oder die Vorsorgeuntersuchung zählen. Das Programm hat zwei
Teile: den Vorsorge-Bonus und den Aktiv-Bonus. Pro nachgewiesener Maßnahme entscheidest Du, ob Du eine
Geldprämie willst oder ein doppelt so hohes Gesundheitsbudget. Auf dieser Seite erkläre ich Dir ehrlich, wie
viel realistisch drin ist, wo die Stolperfallen liegen und wie Du den Bonusbogen einreichst. Alle
KKH-Leistungen findest Du im KKH-Gesamt-Profil.
Der KKH-Bonus ist das Bonusprogramm der KKH nach Paragraph 24a
ihrer Satzung in Verbindung mit Paragraph 65a SGB V. Das Gesetz verpflichtet die Krankenkassen,
gesundheitsbewusstes Verhalten zu belohnen. Die KKH teilt das in zwei Kategorien: den Vorsorge-Bonus für
Vorsorge- und Früherkennungstermine und den Aktiv-Bonus für sportliche und präventive Aktivitäten.
Für jede nachgewiesene Maßnahme hast Du eine Wahl. Entweder Du bekommst eine
Geldprämie ausgezahlt, oder Du nimmst ein Gesundheitsbudget, das doppelt so hoch ist. Pro Bonusjahr triffst
Du diese Wahl, Geld oder Budget. Eine Mischung aus beidem ist nicht vorgesehen.
Wichtig ist diese Trennung: Aktiv-Bonus und Vorsorge-Bonus laufen unabhängig
voneinander. Der Aktiv-Bonus hat einen harten Deckel, der Vorsorge-Bonus wächst kumulativ. Schauen wir uns
beide einzeln an, denn genau hier liegen die Stolperfallen, die die Werbung gern überspringt.
Der Aktiv-Bonus belohnt sportliche und präventive Aktivitäten, zum Beispiel die
Mitgliedschaft im Sportverein, ein Fitnessstudio, einen Präventionskurs, das Sportabzeichen oder einen BMI
im Normbereich. Hier gilt ein harter Deckel: Pro Kalenderjahr sind maximal zwei Maßnahmen anrechenbar. Mehr
zählt nicht.
Jede anrechenbare Maßnahme bringt 15 Euro Geldprämie oder 30 Euro Gesundheitsbudget.
Mit den zwei Maßnahmen kommst Du also auf maximal 30 Euro Geld oder 60 Euro Budget pro Jahr. Die folgende
Tabelle zeigt Dir, wie sich der Deckel zusammensetzt.
Der Vorsorge-Bonus funktioniert anders als der Aktiv-Bonus. Hier zählst Du Vorsorge-
und Früherkennungstermine, zum Beispiel den Gesundheits-Check-up, die Zahnvorsorge oder die
Krebsfrüherkennung. Anders als beim Aktiv-Bonus gibt es keinen harten Deckel. Der Bonus wächst mit jeder
weiteren Maßnahme, allerdings nach einer abnehmenden Staffel.
Die erste und die zweite Maßnahme bringen je 10 Euro Geld oder 20 Euro Budget. Jede
weitere Maßnahme bringt 5 Euro Geld oder 10 Euro Budget. Die folgende Tabelle zeigt Dir die Staffel.
Jetzt zur wichtigsten Entscheidung. Pro Bonusjahr wählst Du, ob Du Deinen Bonus als
Geldprämie oder als Gesundheitsbudget bekommst. Das Budget ist dabei immer doppelt so hoch wie die
Geldprämie. Aus 30 Euro Geld werden also 60 Euro Budget, aus 35 Euro Geld werden 70 Euro Budget.
Der Unterschied liegt in der Verwendung. Die Geldprämie wird Dir ausgezahlt, Du
kannst frei darüber verfügen. Das Gesundheitsbudget ist doppelt so hoch, aber zweckgebunden: Es gilt für
bestimmte Gesundheitsleistungen aus der Anlage 3 der Satzung. Dabei zahlst Du zuerst selbst und reichst die
Rechnung zusammen mit dem Bonusbogen ein. Die KKH erstattet Dir dann bis zur Höhe Deines Budgets.
Wenn Du zum ersten Mal an einem KKH-Bonusprogramm teilnimmst und das 16. Lebensjahr
vollendet hast, gibt es einen besonderen Anreiz. Voraussetzung ist, dass Du im Kalenderjahr mindestens drei
bonusbegründende Maßnahmen nachweist. Dann erhöht sich Deine Bonusleistung einmalig im ersten Teilnahmejahr.
Konkret hast Du dann zwei Möglichkeiten. Entweder Du bekommst einmalig 100 Euro als
Geldprämie ausgezahlt. Oder Du nutzt den Betrag als Zuschuss zu einer privaten Kranken- oder
Pflegezusatzversicherung aus der Anlage 3 Ziffer 14 der Satzung. In dieser Variante sind es einmalig bis zu
300 Euro, allerdings nie mehr als die tatsächlichen Kosten Deiner Zusatzversicherung.
Die 300-Euro-Variante setzt voraus, dass Du eine passende Zusatzversicherung
abschließt und über einen an die KKH angebundenen Vermittler einreichst. Genau hier komme ich als Dein
Makler ins Spiel. Wenn eine Kranken- oder Pflegezusatzversicherung ohnehin für Dich sinnvoll ist, lässt sich
der Erstteilnahme-Bonus so direkt in echten Schutz umwandeln. Ob das in Deinem Fall passt, klären wir vorher
in einer Bedarfsanalyse.
Wenn Du das doppelte Gesundheitsbudget wählst, gilt es für eine feste Liste von
Leistungen aus der Anlage 3 der Satzung. Du zahlst die Leistung zuerst selbst und reichst die Rechnung mit
dem Bonusbogen ein. Hier sind die wichtigsten Beispiele aus der Liste.
Die vollständige Liste umfasst rund zwei Dutzend Leistungen und steht in der Anlage
3 der Satzung. Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen gehören nicht dazu, dafür ist das Budget nicht
gedacht.
Mein Tipp aus der Praxis: Das doppelte Budget lohnt sich vor allem dann, wenn Du
ohnehin eine dieser Leistungen nutzt. Wer zum Beispiel sowieso zur professionellen Zahnreinigung geht oder
eine Zusatzversicherung zahlt, holt mit dem Budget den doppelten Wert raus. Hast Du dagegen keine passenden
Ausgaben, ist die Geldprämie der einfachere Weg, weil Du keine Rechnung einreichen musst. Du entscheidest
Dich je Bonusjahr für einen der beiden Wege.
Die Grundlage für den Antrag ist der KKH-Bonusbogen, der umgangssprachlich auch
Bonusheft genannt wird. Darin sammelst Du Deine Nachweise mit Stempel oder Unterschrift der jeweiligen
Stelle, zum Beispiel vom Sportverein, vom Arzt oder vom Kursanbieter. Auf dem Bogen kreuzt Du an, ob Du die
Geldprämie oder das Gesundheitsbudget willst.
Für die Anmeldung und Einreichung hast Du mehrere Wege:
Wenn Du das Gesundheitsbudget gewählt hast, reichst Du die passenden Quittungen
zeitgleich mit dem Bonusbogen ein, denn das Budget erstattet Deine nachgewiesenen Kosten. Bei der Geldprämie
reicht der Bonusbogen mit den Nachweisen.
Ein praktischer Tipp zum Schluss: Manche Ärzte verlangen für den Stempel auf dem
Bonusbogen eine kleine Gebühr. Diese fällt pro Quartal nur einmal an. Wenn Du Deinen Bonusbogen also direkt
bei einem ohnehin geplanten Arztbesuch abstempeln lässt, sparst Du Dir den Extra-Gang.
Ehrlich gesagt lohnt sich der KKH-Bonus nicht für jeden gleich stark. Er belohnt
das, was Du ohnehin für Deine Gesundheit tust. Wer aktiv ist, regelmäßig zur Vorsorge geht und Nachweise
sammelt, holt am meisten raus. Wer das Programm vergisst, hat nichts davon. Hier ist meine Einordnung als
Dein Makler, ohne Dir eine Kasse vorzuschreiben.
Der KKH-Bonus passt gut zu Dir, wenn Du in eine dieser Gruppen gehörst:
Weniger geeignet ist das Programm, wenn Du keine regelmäßigen Nachweise sammelst,
denn ohne Maßnahmen gibt es keinen Bonus. Und der Bonus ist nur ein Baustein. Der KKH-Zusatzbeitrag liegt
mit 3,78 Prozent im Vergleichsfeld eher hoch. Ob der Bonus diesen Mehrbeitrag ausgleicht, rechne ich Dir auf
der Seite Bonus gegen den höheren Beitrag gerechnet vor.
Welche Kasse am Ende zu Dir passt, hängt nicht nur am Bonusprogramm, sondern auch am
Zusatzbeitrag, an den Satzungsleistungen und am Service. Das klärst Du am besten in einer Bedarfsanalyse.
Ich bin als Dein Versicherungsmakler dabei an Deiner Seite, nicht für einen einzelnen Versicherer.
Wie funktioniert der KKH-Bonus 2026?
Der KKH-Bonus ist das Bonusprogramm der KKH nach Paragraph 24a ihrer Satzung in Verbindung mit
Paragraph 65a SGB V. Er hat zwei Kategorien: den Vorsorge-Bonus für Vorsorge- und
Früherkennungstermine und den Aktiv-Bonus für sportliche und präventive Aktivitäten. Pro
nachgewiesener Maßnahme wählst Du je Bonusjahr zwischen einer Geldprämie und einem doppelt so hohen
Gesundheitsbudget. Im Aktiv-Bonus sind pro Jahr maximal zwei Maßnahmen anrechenbar.
Wie viel Bonus bekomme ich bei der KKH?
Ein festes Gesamt-Maximum nennt die Satzung nicht. Aktiv-Bonus und Vorsorge-Bonus werden getrennt
gerechnet. Der Aktiv-Bonus ist hart gedeckelt auf 30 Euro Geld oder 60 Euro Gesundheitsbudget pro
Jahr (zwei Maßnahmen). Der Vorsorge-Bonus wächst kumulativ: die ersten beiden Maßnahmen bringen je
10 Euro Geld oder 20 Euro Budget, jede weitere 5 Euro Geld oder 10 Euro Budget. Wie viel am Ende
zusammenkommt, richtet sich nach der Zahl Deiner nachgewiesenen Maßnahmen. Pauschale Gesamtsummen
sind deshalb nicht seriös.
Was ist der Unterschied zwischen Geldprämie und Gesundheitsbudget?
Die Geldprämie wird Dir ausgezahlt, Du verfügst frei darüber. Das Gesundheitsbudget ist doppelt so
hoch, aber zweckgebunden: Es gilt für bestimmte Gesundheitsleistungen aus der Anlage 3 der Satzung,
zum Beispiel Osteopathie, professionelle Zahnreinigung oder eine Zusatzversicherung. Dabei zahlst Du
zuerst selbst und reichst die Rechnung ein, die KKH erstattet bis zur Höhe des Budgets. Du
entscheidest Dich je Bonusjahr für einen Weg, Geld oder Budget. Eine Mischung aus beidem ist nicht
vorgesehen.
Wie viel ist der KKH Erstteilnahme-Bonus und wie bekomme ich ihn?
Wenn Du erstmals teilnimmst, mindestens 16 Jahre alt bist und mindestens drei Maßnahmen im
Kalenderjahr nachweist, gibt es einmalig im ersten Teilnahmejahr einen erhöhten Bonus. Du hast dann
zwei Möglichkeiten: entweder 100 Euro als Geldprämie ausgezahlt, oder bis zu 300 Euro als Zuschuss
zu einer privaten Kranken- oder Pflegezusatzversicherung (Anlage 3 Ziffer 14), höchstens bis zur
Höhe Deiner Kosten. Die 300-Euro-Variante setzt voraus, dass Du die Zusatzversicherung über einen an
die KKH angebundenen Vermittler abschließt. Es gibt also keine 300 Euro Bar, sondern entweder 100
Euro Bar oder bis 300 Euro als Versicherungs-Zuschuss.
Bis wann muss ich den Bonusbogen einreichen?
Dein KKH-Bonusbogen, umgangssprachlich auch Bonusheft genannt, muss spätestens bis zum 31. März des
Folgejahres bei der KKH vorliegen. Die Anmeldung läuft über die KKH-App oder per E-Mail an
Bonus@kkh.de, den Bogen kannst Du auch per Post an die KKH in 30125 Hannover schicken. Wichtig beim
Gesundheitsbudget: Nicht eingesetztes Budget verfällt zum 31. März des Folgejahres, es gibt keinen
Übertrag ins nächste Jahr.
Für wen lohnt sich der KKH-Bonus?
Der KKH-Bonus lohnt sich am meisten für Menschen, die ohnehin regelmäßig zur Vorsorge gehen oder im
Verein oder Studio Sport treiben, denn dann sammeln sie verlässlich Nachweise. Auch wer eine
Kranken- oder Pflegezusatzversicherung plant, kann den Erstteilnahme-Bonus und das Gesundheitsbudget
sinnvoll nutzen. Weniger lohnt sich das Programm, wenn Du keine regelmäßigen Nachweise hast.
Wichtig: Der KKH-Zusatzbeitrag liegt mit 3,78 Prozent eher hoch. Ob der Bonus diesen Mehrbeitrag
ausgleicht, hängt von Deiner Situation ab und gehört in eine Bedarfsanalyse.