Aktualisiert: 4. Juni 2026
WCS Sport SUB 2026: die Sportunfähigkeitsversicherung für Berufssportler im Detail
Diese Seite erklärt Dir die WCS Sport SUB Schritt für Schritt: was der Tarif genau ist, für wen er gedacht ist,
welche Leistungen er bietet, was er kostet und wann er sinnvoll ist. So kannst Du einschätzen, ob dieser Schutz
zu Deiner Situation passt, bevor wir gemeinsam in die Tiefe gehen. Jede Zahl auf dieser Seite ist gegen das
Bedingungswerk und die Primärquellen geprüft.
Die WCS Sport SUB 2024 ist eine Sportunfähigkeitsversicherung für Berufssportler. Sie zahlt,
wenn Du Deinen Sport dauerhaft nicht mehr ausüben kannst, und zwar bei Unfall ODER Krankheit.
Genau dieser zweite Auslöser ist der Kern: Eine reine Unfallversicherung greift nur beim Unfall, dieser Tarif
auch bei einer Erkrankung.
Das ist wichtig, weil viele Karrieren nicht durch einen einzelnen Sturz enden, sondern
durch chronischen Verschleiß oder eine Erkrankung. Der Tarif deckt beide Wege ins Karriere-Aus ab.
Die Schwelle ist klar: Es geht um
100 Prozent dauerhafte Sportunfähigkeit. Du musst vollständig und auf Dauer außerstande sein,
die im Versicherungsschein genannte sportliche Tätigkeit aktiv auszuüben. Es geht also nicht um eine
vorübergehende Verletzungspause, sondern um das endgültige Aus für Deinen Sport.
Die WCS Sport SUB ist ein reines Risikoprodukt. Sie hat keinen
Rückkaufswert und ist nicht am Überschuss beteiligt (Ziffer 17 und 18). Das grenzt sie klar von kapitalbildenden
Verträgen ab.
Wer steckt hinter dem Tarif?
WCS ist kein Versicherer, sondern Vermittler. Die Wunderlich Cover Solutions GmbH aus
Pfullingen (Amtsgericht Stuttgart, HRB 778568) tritt als sogenannter CoverHolder auf. Den eigentlichen
Versicherungsschutz trägt ein Lloyd's-typischer Pool aus mehreren europäischen Mitversicherern. Das ist normal
in dieser Spezial-Nische, weil Profisport-Risiken besonderes Fachwissen verlangen.
Trotz dieser Lloyd's-Struktur bist Du rechtlich in Deutschland zu Hause. Der Vertrag
unterliegt in allen Teilen ausschließlich deutschem Recht, auch bei Risiken im Ausland (Ziffer
16). Und über die Führungsklausel (Ziffer 15) hast Du im Schadenfall nur einen Ansprechpartner: Du machst Deine
Ansprüche gegen den führenden Versicherer geltend, dessen Entscheidungen alle beteiligten Versicherer binden.
Kein Verhandeln mit einem Pool, sondern eine klare Adresse.
Eine Sache vorab zur Ehrlichkeit: Bei Antrag erfolgt eine
medizinische Risikoprüfung. Eine garantierte Aufnahme gibt es nicht. Was das konkret heißt,
klären wir im Beratungsgespräch.
Die WCS Sport SUB ist ein Produkt für Berufssportler. Im Bedingungswerk
(Ziffer 1.1) ist Berufssportler, wer mehr als 50 Prozent seines Einkommens durch die Ausübung seines Sports
erzielt. Das ist die zentrale Voraussetzung für die Versicherbarkeit. Profi- und Leistungssportler sind also die
klare Zielgruppe.
Der Tarif reicht bis ins Topverdiener-Niveau. Die Versicherungssumme für die
Sportunfähigkeit liegt bei bis zum 5-fachen Jahreseinkommen, maximal 5.000.000 Euro. Höhere
Summen sind auf Anfrage möglich.
Versicherbar ist eine breite Palette an Sportarten. In den abgedruckten Beitragstabellen
stehen unter anderem:
Weitere Sportarten sind auf Anfrage versicherbar. Wenn Deine Disziplin nicht in dieser
Liste steht, heißt das nicht automatisch Nein, sondern: wir klären es einzeln.
Gerade für Sportler mit Vorgeschichte ist ein Mechanismus wichtig: Voller
Versicherungsschutz besteht auch dann, wenn vor Vertragswirksamkeit angezeigte
Gesundheitsschäden am Schaden mitgewirkt haben, solange im Versicherungsschein kein individueller
Risikoausschluss vereinbart ist (Ziffer 1.7). Angezeigte Vorschäden führen also nicht automatisch zur
Leistungskürzung. Genau deshalb ist die saubere, vollständige Vorab-Angabe Deiner Gesundheitsgeschichte so
wichtig.
Ob dieser Tarif für Dich der richtige ist, hängt nicht an einer pauschalen
Einkommensgrenze. Es kommt auf Deine Sportart, Deine Karrierephase, Deine Gesundheitshistorie und die sinnvolle
Höhe der Versicherungssumme an. Genau das schauen wir uns gemeinsam an.
Der Schutz besteht aus mehreren Bausteinen, die unterschiedliche Phasen abdecken.
Baustein eins für das endgültige Karriere-Aus, Baustein zwei für die lange Verletzungspause, dazu
Krankenhaustagegeld und eine Todesfallleistung. Dazu kommen Optionen, mit denen Du den Tarif anpasst.
Das Herzstück (in den Bedingungen "PTD", dauernde Sportunfähigkeit) ist eine
Einmalzahlung der vereinbarten Versicherungssumme, wenn Du dauerhaft und vollständig
außerstande bist, Deinen Berufssport auszuüben. Die Versicherungssumme reicht bis zum 5-fachen Jahreseinkommen,
maximal 5.000.000 Euro (höhere Summen auf Anfrage).
Eine Verlängerung der Frist ist in Monatsschritten bis maximal 3 Monate möglich, aber
kein Automatismus. Du musst sie vor Ablauf der jeweiligen Frist in Textform beantragen, und der Versicherer muss
in Textform zustimmen. Nimmst Du Deine Tätigkeit als Berufssportler vor Ablauf der Frist wieder auf, endet die
Frist zu diesem Zeitpunkt.
Wichtig zu wissen: Das Tagegeld und die Einmalzahlung werden
nicht zusätzlich nebeneinander gezahlt (Ziffer 2.5). Ab dem Tag der PTD-Leistung (ab 0 Uhr)
wird kein Tagegeld mehr geschuldet. Das Tagegeld ist die Brücke bis zu dem Zeitpunkt, an dem feststeht, dass es
ein dauerhaftes Karriere-Aus ist.
Der zweite Baustein (in den Bedingungen "vorübergehende Sportunfähigkeit", Ziffer 2.3)
zahlt ein Tagegeld, wenn ein niedergelassener Arzt Dich infolge Unfall oder Krankheit
vorübergehend für sportunfähig erklärt. Das ist genau die Phase, in der bei vielen Profis das Einkommen
wegbricht.
Das Tagegeld setzt mit dem ersten Tag nach Ablauf der Wartefrist ein und endet mit der
auch nur teilweisen Aufnahme des Trainings, spätestens mit dem Ende der Arbeitsunfähigkeit. Schon eine teilweise
Trainingsaufnahme beendet also das Tagegeld. Die Auszahlung erfolgt nachschüssig, sobald das Ende der
Arbeitsunfähigkeit nachgewiesen ist (auf Wunsch im 4-Wochen-Rhythmus).
Steigt Dein Gehalt, kannst Du nachziehen: Bei nachgewiesener Gehaltserhöhung kannst Du
binnen 2 Monaten eine Erhöhung des Tagegelds beantragen, ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Es gibt zudem einen Zusatzbaustein "Neuer Arbeitgeber in Deutschland"
(Ziffer 2.3.1). Wirst Du infolge Unfall oder einer akut und erstmals auftretenden Krankheit innerhalb der ersten
vier Wochen eines neuen, ununterbrochenen Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig und entfällt nachweislich der
Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach Paragraph 3 EntgFG, wird das vereinbarte Krankentagegeld rückwirkend ab dem
5. Tag der Arbeitsunfähigkeit gezahlt. Der Anspruch entsteht bei ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit von mehr
als 28 Tagen.
Das Krankenhaustagegeld zahlt 100 Euro pro 4 zusammenhängende Nächte,
maximal 1.000 Euro. Im Antragsformular steht es als "Krankenhaustagegeld pro 4 Nächte 100, max. 1.000".
Die Todesfallleistung (Ziffer 2.4) greift, wenn die versicherte Person
infolge eines Unfalls verstirbt, und zwar innerhalb der im Bedingungswerk genannten Frist nach dem Unfall. Sie
greift ausdrücklich auch dann, wenn die versicherte Person infolge Herzversagens oder Schlaganfall während einer
aktiven berufssportlichen Betätigung verstirbt und ein Unfallereignis vermutet wird. Die genaue Fristlänge
prüfen wir vor einer verbindlichen Aussage gegen Deine finale Police, weil die Anbieter-Unterlagen hier zwei
Werte nennen.
Die Todesfallleistung ist ebenfalls eine
Einmalzahlung der vereinbarten Versicherungssumme. Die Mindestsumme im Antrag liegt bei 50.000
Euro.
Der Tarif fasst den Unfallbegriff weit (Ziffer 1.5). Als Unfall gilt
auch eine einzelne, erhöhte Kraftanstrengung. Ausdrücklich genannt sind unter anderem Verrenkungen,
Verstauchungen, Prellungen und Schambeinentzündungen, Zerrungen und Zerreißungen von Muskeln, Sehnen, Bändern,
Menisken, Gefäßen, Nerven und Weichteilen, Bandläsionen, Leistenbrüche und Folgen einer weichen Leiste
(Sportlerleiste), Knorpelverletzungen, Knochenbrüche, Verletzungen des zentralen Nervensystems
(Schädel-Hirn-Trauma, Rückenmark) sowie Verletzungen innerer Organe, Sinnesorgane, Zähne und Geschlechtsorgane.
Genauso weit ist der Krankheitsbegriff (Ziffer 1.6). Als Krankheit
gelten auch Myokardinfarkte, Hirnblutungen und Aneurysmen, Dermatosen und Krampfadern, Synkopen und epileptische
Anfälle, dazu Lumbalgien, akute oder chronische Beeinträchtigungen der Rücken-Lumbalregion, Ischiasreizungen,
Kreuzverrenkungen, Hexenschüsse oder andere typische Rückenleiden eines Profisportlers sowie Folgen der
Luftverschmutzung.
Zwei Optionen runden den Tarif ab. Auf Antrag gibt es eine
Terror-Deckung (Beitrag plus 10 Prozent). Und mit dem SFR-Tarif (Ziffer 22.3)
bekommst Du einen Schadenfreiheitsrabatt von 20 Prozent auf den Beitrag ab der nächsten Hauptfälligkeit, wenn in
der laufenden Versicherungsperiode kein Schaden gemeldet wurde. Wird ein Schaden später doch nachgemeldet,
entfällt der Rabatt auch rückwirkend.
Die Kosten der WCS Sport SUB richten sich nach einem klaren Prinzip: Der Beitrag ist ein
Prozentsatz der Versicherungssumme pro Jahr, abhängig von Deiner Sportart und Deinem Alter.
Alle Werte in den Beitragstabellen beziehen sich auf den Standard von 43 Tagen Wartefrist und 365 Tagen
Leistungsdauer.
Über alle abgedruckten Sportarten liegt der Beitragssatz für die Sportunfähigkeit
zwischen 0,50 Prozent (Golf, jung) und 2,00 Prozent pro Jahr der
Versicherungssumme (Leichtathletik, älter). Beim Fußball reicht er je nach Eintrittsalter von 0,60 Prozent (18
Jahre) bis 1,90 Prozent (35 Jahre). Der Unfalltod-Satz liegt im Fußball-Beispiel konstant bei 0,16 Prozent. Je
jünger und je geringer das Verletzungs-Risiko der Sportart, desto günstiger.
Zahlen machen es greifbar. Das folgende Beispiel verwendet ausschließlich belegte Werte
aus der WCS-Beitragstabelle. Annahme: ein 18-jähriger Profi-Fußballer mit einem Jahreseinkommen von 200.000
Euro.
Auf diesen Grundbeitrag wirken verschiedene Modifikatoren. Eine längere
Leistungsdauer kostet mehr (730 Tage plus 20 Prozent, 1.095 Tage plus 31 Prozent), eine spätere Wartefrist
bringt Rabatt (bis minus 84 Prozent). Mehrjährige Verträge haben Aufschläge (2 Jahre plus 12,5 Prozent, 3 Jahre
plus 25 Prozent), die Terror-Deckung plus 10 Prozent. Umgekehrt senkt der Schadenfreiheitsrabatt (SFR-Tarif) den
Beitrag ab dem 2. Jahr um 20 Prozent.
Auch die Zahlungsweise wirkt auf den Beitrag: halbjährlich plus 3 Prozent,
vierteljährlich plus 5 Prozent, monatlich plus 7 Prozent. Der Mindestzahlbetrag liegt bei
50 Euro für alle Zahlungsweisen. Mehrjährige Verträge (2 oder 3 Jahre) sind bis zu einem
maximalen Eintrittsalter von 27 Jahren möglich.
Sinnvoll ist die WCS Sport SUB vor allem aus einem Grund: Sie zahlt bei
Unfall UND Krankheit. Das Tagegeld läuft also auch dann, wenn nicht ein einzelner Sturz,
sondern eine Erkrankung Dich aus dem Training nimmt. Damit deckt der Tarif auch ein krankheitsbedingtes
Karriere-Ende ab, das eine reine Unfallversicherung gar nicht erfasst.
Der zweite starke Punkt ist die lange Leistungsdauer beim Tagegeld. Bis
zu 1.095 Tage, also 3 Jahre, überbrücken auch sehr lange Reha-Fälle. Diese Zeit reicht typischerweise, bis
feststeht, ob die Karriere weitergeht oder ob die Einmalzahlung beim dauerhaften Aus greift. Tagegeld und
Einmalzahlung wirken so zusammen.
Wo steht der Tarif im Markt? Die WCS Sport SUB ist eine Sportinvaliditäts-Lösung mit
Tagegeld, ergänzt um Krankenhaustagegeld, Anwartschaft und Schadenfreiheitsrabatt. Im selben Spezial-Segment
bietet HDI mit der Sportversicherung Individual eine reine Sportinvaliditäts-Lösung (Einmalzahlung, Tagegeld und
Todesfall), allerdings ohne Krankenhaustagegeld, ohne Anwartschaft und ohne Schadenfreiheitsrabatt.
Wichtig ist die Abgrenzung zu einer ganz anderen Produktklasse, der
Unfall-Gliedertaxe (zum Beispiel ein Profisportler-Unfalltarif). Eine Gliedertaxe zahlt
anteilig bei der Beschädigung eines Körperteils, auch wenn Du Deinen Sport noch teilweise ausüben kannst. Die
WCS Sport SUB zahlt erst bei 100 Prozent dauerhafter Sportunfähigkeit, dann aber die volle Versicherungssumme.
Beide sind keine Konkurrenz, sondern ergänzen sich.
Zwei WCS-Besonderheiten heben sich vom Vergleich ab. Der Vertrag kann bei
Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit bis zu 12 Monate ruhend gestellt werden (Aufhebung innerhalb
von 2 Monaten nach Eintritt mit Arbeitslosenbescheid). Und beim Vereinswechsel mit längerer neuer
Lohnfortzahlung ist die bereits beschriebene Anwartschaft für 20 Prozent des Beitrags möglich.
WCS bewirbt zudem einen Verzicht auf die Verweisung: keine andere
Tätigkeit werde auf die Einmalzahlung angerechnet. Wichtig zur Einordnung: Diese Zusicherung steht in der
Produktbeschreibung als Leistungspunkt, ist aber nicht als eigenständige Klausel im Bedingungswerk verankert.
Sachlogisch ist sie durch die Einmalzahlungs-Konstruktion gedeckt, weil die Leistung an 100 Prozent dauerhafte
Sportunfähigkeit anknüpft und keine spätere Tätigkeit angerechnet wird. Vor einer verbindlichen Aussage prüfen
wir das gegen Deine finale Police.
Hier sind die Bedingungen, die im Ernstfall den Unterschied machen. Wer sie kennt,
vermeidet böse Überraschungen.
Beim Tagegeld sind die Wartefristen wählbar, Standard ist der 43. Tag.
Frühere Stufen kosten Aufschlag, spätere bringen Rabatt. Für Handball gilt fix der 90. Tag.
Die Folgeerkrankungs-Regel ist nur für das Tagegeld relevant:
Unterbrechungen aus demselben Ursprung, die weniger als 180 Tage auseinanderliegen, gelten als ein einziger
Schadenfall.
Zur Vertragsdauer: Standard ist 1 Jahr mit automatischer Verlängerung
um ein weiteres Jahr, wenn Du nicht mindestens 60 Tage vor Hauptfälligkeit kündigst. Alternativ gibt es feste
Laufzeiten von 2 Jahren (plus 12,5 Prozent) oder 3 Jahren (plus 25 Prozent, beim Tagegeld nicht möglich).
Mehrjahres-Verträge sind bis zu einem maximalen Eintrittsalter von 27 Jahren möglich.
Der Vertrag endet je nach Leistungsart automatisch bei Eintritt in den
Ruhestand, bei Eintritt der dauernden Berufsunfähigkeit oder mit dem Tod der versicherten Person (Ziffer 9.1).
Und zur Beruhigung trotz der internationalen Lloyd's-Struktur: Der Vertrag unterliegt
ausschließlich deutschem Recht (Ziffer 16). Du bist rechtlich in Deutschland zu Hause.
Die wichtigsten Fragen kompakt beantwortet.