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Krankenkassen-Akte anfordern und verstehen

Deine Krankenakte entscheidet mit über Deinen Versicherungsschutz. Und Du kennst sie nicht.

Hier bekommst Du den Guide, mit dem Du Deine Akte bei Deiner Krankenkasse anforderst. Und Du siehst, was mit ihr passiert, bevor ein Antrag rausgeht.

Aktualisiert: 23. August 2026
Jana wusste nicht, dass sie eine Diagnose hat

Vielleicht denkst Du gerade: Bei mir steht da nichts drin. Genau deshalb steht dieser Musterfall hier.

Jana arbeitet als Industriekauffrau und wollte ihre Arbeitskraft absichern. Rund ein Jahr vorher war jemand in ihrem nahen Umfeld plötzlich gestorben. Sie war ein paar Tage nicht arbeitsfähig und ließ sich krankschreiben. Für sie war das Trauer. Nichts, was in eine Krankenakte gehört.

In ihrer Akte stand dafür eine psychische Diagnose, eine Anpassungsstörung. Nicht, weil sie behandelt worden wäre, sondern weil eine Krankschreibung eine Diagnose braucht. Darauf hingewiesen hat sie niemand. Sie erfuhr es erst rund ein Jahr nach der Krankschreibung, aus ihrer eigenen Akte.

Wir haben das gemeinsam aufgearbeitet und eingeordnet: eine einmalige, situative Diagnose nach einem Todesfall, keine Behandlung dahinter. Am Ende fand sich ein Versicherer, der sie damit annahm.

Musterfall, angelehnt an die Praxis. Kein Versprechen für den Einzelfall.


Was in Deiner Akte steckt, ohne dass Du es weißt

Deine Krankenkasse speichert, was für Dich abgerechnet wurde. Jeder Arztbesuch, jede Krankschreibung, jedes Rezept. Und zu fast jedem Eintrag steht dort eine Diagnose. Drei Sorten davon überraschen die Leute am meisten.

Verdachtsdiagnosen

Der Arzt notiert, was er abklären will. Bestätigt sich der Verdacht nicht, bleibt der Eintrag trotzdem stehen. Gesagt hat Dir das niemand.

Abrechnungsdiagnosen

Manche Diagnosen stehen da, damit abgerechnet werden kann. Eine Krankschreibung braucht immer eine Diagnose. Und manches Medikament ist erst dann verschreibbar, wenn eine dazu passende Diagnose im System steht.

Fehler und Verwechslungen

Ein falsches Kürzel, ein vertauschter Buchstabe, ein Eintrag, der zu jemand anderem gehört. Solange niemand hinschaut, fällt so etwas nicht auf.

Beim Antrag auf eine Berufsunfähigkeits-, Grundfähigkeits-, Zahnzusatz- oder private Krankenversicherung zählt genau das. Nicht, wie Du Dich fühlst, sondern was dort steht.


Das kannst Du komplett selbst machen

Deine Akte anzufordern kostet Dich nichts und Du brauchst dafür niemanden. Auch mich nicht. Der Guide zeigt Dir, wie es geht.

  • 9 Seiten, Schritt für Schritt, in normalem Deutsch.
  • Musteranschreiben zum Kopieren, damit Deine Kasse sofort weiß, welche Daten Du meinst.
  • Die Fristen, und was Du tust, wenn sie verstreichen.
  • Was Du tust, wenn ein Arzt sich querstellt und Deine Unterlagen nicht herausrücken will.
Guide kostenlos laden Öffnet sich als PDF in einem neuen Tab

Anfordern ist der leichte Teil

Dann liegt die Akte vor Dir. Zwischen 10 und 140 Seiten, voller Kürzel und Zahlen. Die Arbeit fängt genau hier an.

  • ICD-Codes lesen und einordnen. In Deiner Akte stehen Kürzel, keine Klartexte. Erst die Einordnung sagt, ob ein Eintrag harmlos ist.
  • Sechs Sparten getrennt bewerten: private Krankenversicherung, Dienstunfähigkeit und Berufsunfähigkeit, Grundfähigkeit, Zahnzusatz, schwere Krankheiten, Pflege. Derselbe Eintrag wiegt in jeder Sparte anders.
  • Die Gesundheitsfragen jeder Sparte einzeln durchgehen. Jeder Fragebogen fragt anders, und jede Frage will genau beantwortet werden.
  • Zu jedem Befund die Fundstelle nennen. Du kannst jede Aussage in Deiner eigenen Akte nachschlagen.

Am Ende steht Deine Auswertung: eine Ampel je Sparte, die Dir zeigt, wo Du stehst. Diese Ampel bekommst nur Du. Sie geht nie an einen Versicherer, und sie ist nie ein automatisches Nein. Über Annahme, Zuschlag oder Ablehnung entscheidet der Versicherer. So sieht diese Auswertung aus. Die drei Bilder zeigen einen weiteren Musterfall.

Auswertung der Gesundheitsakte im Musterfall: eine Diagnose, bewertet für sechs Versicherungssparten
Ein Eintrag, sechs verschiedene Folgen. Das ist die Auswertung, die Du bekommst.
Seite aus dem Auswertungs-Bericht im Musterfall: Ampel je Sparte mit schriftlicher Einordnung
Eine Seite aus Deinem Bericht. Die Ampel steht darin für Dich, nicht für einen Versicherer.
Ausschnitt einer Krankenkassen-Akte im Musterfall: dieselbe Diagnose steht sechsmal neben harmlosen Anlässen
So sieht eine Kassenakte aus. Dieselbe Diagnose, sechsmal, neben Erkältung und Vorsorge.

Musterfall, angelehnt an die Praxis. Kein Versprechen für den Einzelfall.


So läuft es ab, in fünf Schritten

  1. Du forderst Deine Akte an

    Deine Kasse hat einen Monat Zeit

    Mit dem Guide schickst Du Deiner Krankenkasse Dein Anschreiben. Sie muss Dir innerhalb eines Monats antworten (Artikel 12 Absatz 3 DSGVO). Oft geht es schneller. Bei aufwendigen Fällen darf sie um zwei Monate verlängern.

  2. Wir sprechen einmal miteinander

    Sofort buchbar, kostenlos

    Im Erstgespräch klären wir Deine Situation und ob eine Auswertung Dir überhaupt etwas bringt. Sagst Du danach ab, ist das völlig in Ordnung.

  3. Analysepaket, 299 Euro Festpreis

    Ich werte Deine Akte über alle sechs Sparten aus, nicht nur über die eine, wegen der Du gekommen bist. Eine Zeitangabe für Deinen Fall bekommst Du, sobald Deine Akte da ist. Der Umfang schwankt stark, zwischen 10 und 140 Seiten.

    Die Unterlagen gehören Dir. Damit gehen wir in die Voranfrage und danach in den Antrag.

  4. Anonyme Risikovoranfrage

    Dein Sachverhalt geht ohne Deinen Namen an die Gesellschaften. So erfährst Du vorher, worauf Du Dich einstellen musst, ohne dass irgendwo ein Antrag von Dir liegt.

  5. Antrag, und ich bin dabei

    Kommen Rückfragen, beantworten wir sie gemeinsam. Über Annahme, Zuschlag oder Ablehnung entscheidet der Versicherer, nicht ich.


Was Du zahlst, und woran ich verdiene

Analysepaket 299 Euro Festpreis

Zahlst Du an mich. Dafür werte ich Deine Akte über alle sechs Sparten aus und bereite Deine Gesundheitsfragen vor.

Vermittlung Courtage über die Gesellschaft

Kommt später ein Vertrag zustande, vergütet die Gesellschaft die Vermittlung. Was das ist, sage ich Dir vorher.

Die beiden werden nie miteinander verrechnet. Die Auswertung ist bezahlt und damit abgeschlossen. Die Unterlagen gehören Dir. Damit gehen wir in die Voranfrage und danach in den Antrag.

Warum ich für diese Arbeit Geld nehme

  • Weil es Arbeit ist. Deine Akte durchzugehen, Eintrag für Eintrag, über sechs Sparten, dauert.
  • Weil Du dann genau weißt, wofür Du zahlst. Ein Preis, der vorher feststeht, und eine Leistung, die Du benennen kannst.
  • Weil "alles gratis" bei diesem Aufwand misstrauisch macht. Zu Recht. Dann fragt sich jeder, an welcher Stelle er es doch bezahlt.

Geht es Dir nur um Deine Zähne, gibt es ein kleineres Paket: 149 Euro Festpreis. Für Zähne hat die Kassenakte einen eigenen Abschnitt, das ist weniger Arbeit. Auch hier gehören die Unterlagen Dir, und wir gehen damit in die Voranfrage und danach in den Antrag.


Das Erstgespräch geht sofort, die Ausarbeitung dauert

Ein Termin für das Erstgespräch ist frei und schnell gefunden. Daran ändert sich nichts.

Für die Ausarbeitung führe ich eine Warteliste. Der Grund ist einfach: Ich stecke in jede Auswertung viel Zeit, und deshalb nehme ich pro Monat nur begrenzt viele an. Lieber sagst Du mir früh Bescheid, dann stehst Du früh auf der Liste.

Weißt Du, was in Deiner Akte steht?

Im ersten Gespräch klären wir, ob sich die Auswertung für Dich lohnt. Und wenn nicht, sage ich Dir das auch.


Wer sich Deine Akte anschaut

Enrico Fischer, Versicherungsmakler und Gründer von Der Finanzsportler

Ich bin Enrico Fischer, Dein Versicherungsmakler. Über 100 geprüfte Krankenkassen-Akten liegen hinter mir.

Ich sage Dir, was in Deiner Akte steht und was das für Deinen Antrag bedeutet. Auch dann, wenn es nicht das ist, was Du hören willst.

IHK-registrierter Versicherungsmakler
gem. § 34d Abs. 1 GewO
D-4YKP-487AL-84

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis meine Kasse die Akte schickt?

Deine Kasse hat einen Monat Zeit, gerechnet ab dem Tag, an dem Dein Antrag bei ihr ankommt. So steht es in Artikel 12 Absatz 3 DSGVO. Ist der Fall aufwendig, darf sie um zwei Monate verlängern.

In der Praxis geht es oft schneller. Meine Erfahrung: Wer nach rund zwei Wochen einmal anruft und freundlich nachfragt, hat seine Unterlagen häufig früher im Briefkasten.

Kostet mich die Akte etwas?

Die erste Kopie Deiner Daten ist für Dich kostenlos. Das steht in Artikel 15 Absatz 3 der DSGVO. Der Europäische Gerichtshof hat es bestätigt (Rechtssache C-307/22). Warum Du sie haben willst, musst Du dabei nicht begründen.

Für weitere Kopien darf Deine Kasse ein angemessenes Entgelt verlangen. Für den ersten Durchgang zahlst Du nichts.

Erfährt meine Versicherung davon, dass ich meine Akte anfordere?

Nein. Deine Anfrage geht an Deine Krankenkasse. Ein Versicherer ist daran nicht beteiligt und bekommt davon nichts mit.

Die Klärung bei den Gesellschaften kommt später und läuft anonym über die Risikovoranfrage. Dein Name steht da nicht drauf.

Warum kostet die Auswertung Geld, wenn das Anfordern kostenlos ist?

Weil sie Arbeit ist. Ich prüfe Deine Krankenhistorie vollständig, 10 Jahre zurück, über alle Sparten. Das Analysepaket kostet 299 Euro Festpreis, das Zahnzusatz-Paket 149 Euro.

Die Unterlagen gehören danach Dir. Damit gehen wir gemeinsam in die Voranfrage bei den Gesellschaften und danach in den Antrag.

Wird der Festpreis mit einer späteren Courtage verrechnet?

Nein. Die beiden Zahlungsströme bleiben vollständig getrennt. Die Analyse ist bezahlt und damit abgeschlossen.

Kommt später ein Vertrag zustande, vergütet die Gesellschaft die Vermittlung. Was das ist, sage ich Dir vorher.

Muss ich danach etwas bei Dir abschließen?

Nein, eine Pflicht gibt es nicht. Die Auswertung ist bezahlt und damit abgeschlossen, egal was danach passiert.

Ob wir zusammen in die Voranfrage und in den Antrag gehen, entscheidest Du.

Zwei Wege, und beide fangen heute an

Hol Dir den Guide und fordere Deine Akte an. Oder schreib mir kurz, wenn Du wissen willst, ob sich die Auswertung für Dich lohnt.